Uni Münster und FH verschicken Zulassungen Weniger Bewerber um Studienplätze

Münster -

Die Bewerbungsfrist für Studienplätze in zulassungsbeschränkten Fächern zum Wintersemester ist vorüber. Sowohl Uni als auch FH verzeichnen weniger Bewerber als im Vorjahr. Den Grund sehen sie in einem neuen Bewerbungsverfahren.

Von Karin Völker
Die Hörsäle bleiben auch im nächsten Wintersemester voll, auch wenn sich weniger Interessenten beworben haben.
Die Hörsäle bleiben auch im nächsten Wintersemester voll, auch wenn sich weniger Interessenten beworben haben. Foto: dpa

Für die zulassungsbeschränkten Fächer an der Universität Münster haben sich zum kommenden Wintersemester deutlich weniger Interessenten beworben als in den vorigen Jahren. Bis zum Stichtag 15. Juli waren es diesmal rund 32. 200, vor wenigen Jahren lag die Bewerberzahl noch bei etwa 50. 000 Interessenten. Die Universität erklärt den Rückgang mit der Veränderung des Anmeldeverfahrens. Auch an der Fachhochschule (FH) Münster gingen aktuell weniger Bewerbungen als im Vorjahr ein.

Zahllose Nachrück-Runden

Wer sich für einen zulassungsbeschränkten Studiengang bewerben möchte, hat früher sein Interesse an unbegrenzt vielen Hochschulen parallel bekundet. Dieses frühere, für jede Hochschule sehr aufwendige Verfahren, das zahllose Nachrück-Runden zur Folge hatte, hat dem sogenannten „Dialogorientierten Serviceverfahren (DoSV) Platz gemacht, an dem inzwischen laut Uni Münster rund 70 Prozent der Hochschulen bundesweit teilnehmen. Auch die FH Münster ist darunter.

Die Bewerbung im DoSV läuft über eine zentrale Software bundesweit, jeder Interessent kann mehrere Wunschhochschulen angeben. Dadurch verzeichnen die einzelnen Hochschulen nun weniger Bewerber, bei der Uni Münster sind es gegenüber dem Vorjahr minus 13 Prozent.

Die beliebtesten Bachelor-Studiengänge in Münster

Das höchste Interesse verzeichneten an der Uni Münster die Bachelor-Studiengänge BWL mit 5571 (minus 19,76 Prozent) Bewerbern, Psychologie mit 5801 (minus 16,07 Prozent) und Kommunikationswissenschaft mit 2764 ( minus 11,18 Prozent) sowie der Staatsexamen-Studiengang Jura mit 5581 (minus 7,95 Prozent). Nicht erfasst in der Statistik sind die Fächer mit einer bundesweiten Zulassungsbeschränkung wie Medizin, Zahnmedizin und Pharmazie. An der FH Münster haben sich die meisten Interessenten für das Studium der Sozialen Arbeit und für Wirtschaft beworben.

Ein weiteren Grund für die rückläufigen Zahlen an der WWU sieht die Uni darin, dass im kommenden Wintersemester zehn Studienfächer im Vergleich zum Vorjahr jetzt zulassungsfrei sind, so dass für Interessierte keine Bewerbung mehr nötig war.

NC ist nicht gesunken

Der Rückgang an Bewerbern hat in den zulassungsbeschränkten Studiengängen aber nicht zwangsläufig dazu geführt, dass der Numerus clausus (NC) gesunken ist. „Der allgemeine Abitur-Notenschnitt der Bewerber hat sich in den vergangen Jahren eher verbessert“, sagt eine Unisprecherin. In Psychologie, bisher NC-Spitzenreiter an der Uni Münster, kommen immer noch 43 Bewerber auf einen Studienplatz.

Sowohl Uni als auch FH haben das Gros ihrer Zulassungsbescheide verschickt. Die Uni versendet aber bis Ende September noch weitere Zulassungen. Bewerber, die auf Anhieb nicht zum Zuge gekommen sind, können noch nachrücken. Denn nicht alle Zugelassenen nehmen den Studienplatz auch tatsächlich an.

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