Grundsteinlegung an der Röntgenstraße Der teuerste Forschungsbau

Münster -

63 Millionen Euro teuer wird der Forschungsbau „Multiscale Imaging Center“. Der Grundstein für eines der Flaggschiffe der Forschung in Münster ist am Freitag gelegt worden.

Von Karin Völker
Grundsteinlegung für den Forschungsbau „MIC“: (v.l.) Dirk Meyer, Markus Lewe, Prof. Monika Stoll, Markus Vieth, Gabriele Willems (BLB Düsseldorf) und Architekt Prof. Eckhard Gerber.
Grundsteinlegung für den Forschungsbau „MIC“: (v.l.) Dirk Meyer, Markus Lewe, Prof. Monika Stoll, Markus Vieth, Gabriele Willems (BLB Düsseldorf) und Architekt Prof. Eckhard Gerber. Foto: kv

Es sollte schon vor etlichen Monaten an der Röntgenstraße losgehen, doch – wie derzeit auf vielen Neubaugrundstücken – lässt die Untersuchung des Kampfmittelräumdienstes auf sich warten und verzögerte den Baubeginn. Doch jetzt wühlen die Bagger auf der Baustelle des momentan teuersten Forschungsneubaus der Universität. Am Freitagmorgen wurde der Grundstein für das „Multiscale Imaging Center“, kurz „MIC“, gelegt.

Der voraussichtlich 63 Millionen Euro teure Bau soll ab Ende 2019 Arbeitsplätze für rund 260 Mitarbeiter bieten – das MIC wird die künftige Forschungszentrale des Exzellenzclusters „Cells in Motion“ der Universität. Hier wird es um die Entwicklung biomedizinischer bildgebender Verfahren für kleinste Strukturen gehen. Die Bilder sollen ein besseres Verständnis von Vorgängen im Organismus geben, von einzelnen Zellen, aber auch von Organen und Geweben.

So soll das Gebäude des „Multiscale Imaging Center“ einmal aussehen.

Die technische Ausstattung des Gebäudes ist anspruchsvoll. Schon beinahe selbstverständlich ist ein vollkommen erschütterungsfreies Fundament, „damit keine unscharfen Bilder entstehen“, wie der Niederlassungsleiter des Bau- und Liegenschaftsbetriebs (BLB) bei der feierlichen Grundsteinlegung bemerkte. Der BLB errichtet das Gebäude mit 5700 Quadratmetern Nutzfläche nach den Plänen des Dortmunder Architektenbüros Gerber.

Zu Ausstattung des Gebäudes gehören auch Hochleistungsmikroskope, Apparaturen für die Erzeugung von Präzisionskälte oder ein Teilchenbeschleuniger und die dafür erforderlichen Abschirmmaßnahmen, wie Dirk Meyer , Vertreter des Wissenschaftsministeriums, bemerkte. Die Wissenschaftler – Mediziner und Naturwissenschaftler sowie Mathematiker – des Clusters arbeiten schon mehrere Jahre zusammen, durch das MIC werde ihre Arbeit endgültig zu einem internatonal sichtbaren Leuchtturm der Forschung an der Universität Münster , betonte die Forschungsprorektorin Prof. Monika Stoll. In dem neuen Zentrum werde es die Möglichkeit zu entscheidender Fortentwicklung der interdisziplinären Kooperation etwa von Medizinern und Mathematikern geben.

Und Münsters Oberbürgermeister Markus Lewe bemerkte, dass mit dem Bau in der Nachbarschaft vom Max-Planck-Institut und dem Nanotechnologie-Zentrum „Centech“ nun „das letzte Filetstück im Wissenschaftspark bebaut“ werde. „Jetzt muss man sehen, wo es noch weitergehen kann“, sagte Lewe.

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