Entdeckungspark für Kinder Das Q.Uni-Camp ist eröffnet

Münster -

Tüfteln, knobeln und entdecken - seit Samstag hat das Q.Uni-Camp am Leonardo-Campus seine Türen für kleine Forscher geöffnet. Bis zum 6. August locken neben Forschungszelten, Garten und Baustelle regelmäßig Sonderaktionen.

Von Maria Conlan
Das Q.Uni-Camp bietet Nachwuchsforschern noch bis zum 6. August wieder die Gelegenheit, zu experimentieren und zu entdecken, beispielsweise im Erlebnisgarten.
Das Q.Uni-Camp bietet Nachwuchsforschern noch bis zum 6. August wieder die Gelegenheit, zu experimentieren und zu entdecken, beispielsweise im Erlebnisgarten. Foto: Maria Conlan

Schon bevor das Q.Uni-Camp Samstagmittag offiziell eröffnet wurde, schleppten Paul (6 Jahre), Alex (3) und David (7) fleißig Steine und bauten damit eine Mauer, gut ausgerüstet mit Werkzeug und Schutzkleidung. Doch als blaue Luftballons verteilt wurden, wechselten sie schnell vom Sandkasten zur Bühne. Dort eröffneten Prof. Dr. Cornelia Denz, wissenschaftliche Leiterin des Camps, und Universitätsrektor Professor Dr. Johannes Wessels die diesjährige dritte Sommer-Forschungsstation für kleine Neugierige am Leonardo Campus.

Die Ballons wurden mit Wünschen gen Himmel geschickt. Benni etwa träumte von einer Schleifmaschine, andere schrieben „Sonne“ auf die angehängten Zettel. Doch Wolken und Regen schreckte niemanden ab, die Eröffnungsfeier zu genießen.

„Das ist ein Traum hier“

„Das ist ein Traum hier“, begeisterte sich Wessels über die Exponate und die Möglichkeit für Kinder, spielerisch die Welt zu erfassen. „Von so was habe ich als kleiner Bub geträumt“, verriet er. Hier gehe es darum, auf eigene Warum-Fragen durch Ausprobieren Antworten zu finden. „Ein großer Spaß,“ meinte Wessels, da es doch das sei, was Wissenschaftler täglich tun: tüfteln, knobeln, entdecken, experimentieren.

Zum Ausgleich gibt es zum Toben eine Hüpfburg. Zum Entspannen lockt die „Lesewelt“: ein Zelt mit bequemen Sitzsäcken und einer Menge Bücher, in dem auch täglich vorgelesen wird. Das hat einen kleinen Besucher im vergangenen Jahr so fasziniert, dass seine Eltern für den Dreijährigen gleich wieder eine Dauerkarte gekauft haben, erzählte Camp-Leiter Markus Tegeder.

Witzige Physikstunde

Bis zu 500 Kinder täglich können auf Entdeckungsreise gehen. Jedes Kind (von vier bis 14 Jahren) bekommt einen Pass mit anleitenden Fragen und Aufgaben, differenziert nach Altersstufe für Kita, Grundschule und Sekundarbereich.

Bevor zur Eröffnung eine witzige Physikstunde mit Nick Barnes und Mark Down abgehalten wurde, konnten die Experimentierstationen erkundet werden. Vorweg stand die „Sonne“ im Vordergrund, wenn schon nicht am Himmel, so doch als gleichnamiges Forschungsschiff, mit dem der Geologe Professor Dr. Harald Strauß Anfang des Jahres vor der Küste Neuseelands unterwegs war. Er berichtete am Samstag von Tauchrobotern und unterseeischen Vulkanen.

2016 hatten durchschnittlich 150 Kinder täglich das Camp besucht. 60 Studierende stehen diesmal als Ansprechpartner zur Verfügung. Drei Tage lang wurden die Studenten verschiedener Fachrichtungen auf die Begleitung der kleinen Forscher vorbereitet. Bis zum 6. August locken neben Forschungszelten, Garten und Baustelle regelmäßig Sonderaktionen – auch dank vieler Partner und Sponsoren. 

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