Sharon Fehr zofft sich mit AfD
Reaktionen auf umstrittenen Storch-Tweet

Münster -

Der Tweet von AfD-Politikerin Beatrix von Storch schlägt auch in Münster hohe Wellen. Im Zuge der Äußerungen sind Martin Schiller (AfD) und der Vorsitzende der Jüdischen Gemeinde, Sharon Fehr, aneinandergeraten.

Dienstag, 02.01.2018, 21:01 Uhr

Beatrix von Storch twitterte über «barbarische, muslimische, gruppenvergewaltigende Männerhorden» Foto: Bernd von Jutrczenka

Sharon Fehr, Vorsitzender der Jüdischen Gemeinde Münster, meldete sich in der Debatte um die umstrittenen Äußerungen der AfD-Politikerin Beatrix von Storch zu Wort – und erhielt prompt Gegenwind von der münsterischen AfD

Von Storch hatte beim Nachrichtendienst Twitter geschrieben: „Wieso twittert eine offizielle Polizeiseite aus NRW auf Arabisch? Meinen Sie, die barbarischen, muslimischen, gruppenvergewaltigenden Männerhorden so zu besänftigen?“ Das brachte von Storch eine Anzeige der Kölner Polizei ein. Die AfD-Vorsitzende Alice Weidel verteidigte den Post.

Sharon Fehr kritisiert die Äußerungen der beiden Politikerinnen auf Facebook: Die populistischen Verallgemeinerungen der AfD-Spitze seien zügellos und menschenverachtend. Scheinbar stecke die AfD immer noch im Anti-Islam-Kurs ihres verächtlichen Bundestagswahlkampfes fest.

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Sharon Fehr Foto: Martin Kalitschke

Das wiederum rief die AfD-Ratsgruppe auf den Plan. „Es wäre wahrscheinlich auch zu viel verlangt, von Ihnen zu erwarten, dass Sie die große Sorge um unser deutsches Vaterland mit uns teilen. (...) Wahrscheinlich genießen Sie den schleichenden Verfall eines Landes, welches Sie verachten!“, wirft der Facebook-Beitrag Fehr vor.

Auf einen weiteren Post Fehrs antwortet die AfD-Ratsgruppe Münster: „Gerne können Sie das an den Merkel-Günstling OB Lewe melden.“ Als Verfasser des zweiten Beitrags gibt sich Ratsherr Martin Schiller zu erkennen.

Update

Facebook-Streit schlägt hohe Wellen: Politik solidarisiert sich mit Fehr

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Die Auseinandersetzung auf Facebook

Der Facebook-Post wird geladen
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