Wald muss der B 51 weichen Umgehungsstraße bleibt mindestens bis Samstag gesperrt

Münster -

Die Umgehungsstraße wird von zwei auf vier Fahrstreifen erweitert. Das heißt: Entlang der Straße müssen Bäume und Sträucher gefällt werden. Das muss von der Straße aus geschehen, um das restliche Waldstück nicht zu beschädigen.

Von Björn Meyer
Pappeln, Buchen,  Eichen, Akazien oder Birken – im Waldgebiet an der B 51 wachsen ganz unterschiedliche Bäume. Das dort durch die Fällarbeiten anfallende Holz kauft die für die Arbeiten beauftragte Firma: „Das verschenken wir nicht, Holz ist ein wertvolles Gut“, so Helmut Lewe von Straßen NRW.
Pappeln, Buchen,  Eichen, Akazien oder Birken – im Waldgebiet an der B 51 wachsen ganz unterschiedliche Bäume. Das dort durch die Fällarbeiten anfallende Holz kauft die für die Arbeiten beauftragte Firma: „Das verschenken wir nicht, Holz ist ein wertvolles Gut“, so Helmut Lewe von Straßen NRW. Foto: Matthias Ahlke

Erst knirscht und knackst es kurz, dann fällt die große Pappel krachend auf die Straße. Für einen Sekundenbruchteil ist die Erschütterung im Boden zu spüren, Äste bersten, Sägespäne fliegen umher. Routine für die Mitarbeiter des Forstbetriebs Grothues aus Oelde, die die Baumfällarbeiten ausführen. Alle paar Minuten wiederholt sich der Vorgang an der B 51. Daher ist die Straße seit Dienstagmorgen zwischen den Anschlussstellen Wolbecker Straße und Warendorfer Straße komplett gesperrt . Der Landesbetrieb Straßen NRW hofft, dass die Sperrung am Samstagabend wieder aufgehoben werden kann; derzeit ist das aber noch fraglich.

Gehölzarbeiten auf der B 51: Umgehungsstraße bis Samstag voll gesperrt

Darum muss die gesamte Fahrbahn gesperrt werden

Notwendig sind die Arbeiten, weil die Fahrbahn der Umgehungsstraße von zwei auf vier Spuren erweitert werden soll. Warum aber muss die gesamte Fahrbahn gesperrt werden? „Das geht nicht anders, wir befinden uns hier in einem schützenswerten Waldbereich“, erklärt Helmut Lewe , Gartenbauingenieur bei Straßen NRW. Im Klartext heißt das, dass die Maschinen, vor allem aber auch die gefällten Bäume in dem Bereich, in dem nicht gefällt wird, nichts zu suchen haben. „Wir müssen alle Bäume direkt beim Fällen auf die Straße ziehen“, sagt Lewe.

Rund 400 Bäume werden gefällt

Rund 400 Bäume sollen bis Samstag gefällt werden. In dieser Zahl finden sich allerdings nur jene mit einem Stammdurchmesser von mehr als 30 Zentimetern. Genau genommen sind es also weit mehr Pflanzen, die der Säge in diesen Tagen zum Opfer fallen – die meisten auf der Richtung stadteinwärts gesehen rechten Seite, denn dort wird deutlich mehr Fahrbahnfläche erweitert. Der jetzige Mittelstreifen markiert also in Zukunft nicht mehr die Straßenmitte. Auch der Asphalt wird nicht bleiben. „Der Straßenabschnitt wird komplett neu gemacht“, erklärt Techniker Heinrich Esken.

Wann die nächste Sperrung droht

Doch so weit ist man an der B 51 noch längst nicht. Erst in diesem Jahr sollen die Maßnahmen ausgeschrieben werden, vorher gilt es aber noch, die demnächst freigelegten Bereiche auf Blindgänger aus dem Zweiten Weltkrieg zu untersuchen. Denn bislang ist lediglich der derzeitige Fahrbahnbereich gecheckt worden. „Neben der Straße ist das erst möglich, wenn die Bäume weg sind“, erklärt Helmut Lewe. Ergeben sich dann Verdachtsmomente, droht bereits die nächste Sperrung.

Freigabe der Sperrung am Samstag: Noch unklar

Doch auch derzeit ist noch nicht klar, wann die B 51 wieder freigegeben wird. Hinter dem ursprünglichen Termin am Samstag steht noch ein großes Fragezeichen, weil die Baumfällarbeiten wetterabhängig sind. Bei starkem Regen seien einige der jetzt schon feuchten Bereiche mit schweren Gerät nur schwer zu befahren. Noch problematischer werde es, wenn Wind hinzukomme. Sollte dies der Fall sein, dann sei es durchaus möglich, dass die Arbeiten auch noch Anfang kommender Woche weitergehen müssten, so Lewe. Eine definitive Entscheidung darüber werde aber frühestens am Donnerstag getroffen.

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