Streit zwischen Busfahrer und Fahrgästen
Unterschiedliche Schilderungen über Vorfälle auf der Linie R 63

Münster -

Was ist am Montagnachmittag wirklich im Bus der Linie R 63 zwischen Coesfelder Kreuz und Roxel passiert? Die Schilderungen darüber gehen weit auseinander.

Mittwoch, 13.12.2017, 13:12 Uhr

Streit zwischen Busfahrer und Fahrgästen: Unterschiedliche Schilderungen über Vorfälle auf der Linie R 63
Symbolbild Foto: colourbox.de

Unstrittig ist, dass der Bus, der in die Verantwortung eines Subunternehmers des Reisedienstes Veelker fällt, über eine Stunde Verspätung hatte – wohl aufgrund der misslichen Wetterlage. Klar ist außerdem, dass der Busfahrer nicht alle potenziellen Fahrgäste in den Bus einsteigen ließ. Warum genau, und wie dies ablief, darüber gibt es unterschiedliche Versionen.

Die Sicht eines Fahrgastes

Die 24-jährige Lehramtsstudentin Lena Verst , die in Roxel wohnt und in dem Bus war, schildert die Geschehnisse so, dass der Busfahrer an der Haltestelle „Dieckmannstraße“ unvermittelt die fünfte dort einsteigende Person gefragt habe, wohin sie denn wolle. Als die Antwort „Roxel“ lautete, habe der Busfahrer sinngemäß entgegnet, dass er nur noch Personen mitnehme, deren Ziel auf dieser Linie hinter Roxel liege.

Proteste

Diese Vorgehensweise habe sich an der nächsten Haltestelle wiederholt, so Verst. Daraufhin sei es zu Protesten innerhalb, aber auch außerhalb des Busses gekommen. Ein Mann, der sich „tierisch“ darüber aufgeregt habe und schnell hinten in den Bus eingestiegen sei, sei vom nun „ausrastenden Busfahrer“, so Lena Verst, des Gefährts verwiesen worden. „Wie kann man die Leute bei so eisigen Temperaturen draußen stehen lassen?“, fragt Verst, die den Bus als gut gefüllt, aber nicht voll beschreibt: „Es waren noch einige Steh- und auch Sitzplätze frei.“

Das sagt der Busfahrer

Anders habe dies der Busfahrer geschildert – ein Mann, der langjährig bekannt und bislang nicht durch aufbrausendes Temperament aufgefallen sei, äußerte eine Mitarbeiterin des Reisedienstes Veelker gegenüber unserer Zeitung. Er habe aufgrund des nahezu vollen Busses entschieden, nur noch die Fahrgäste mitzunehmen, die zu weiter entlegenen Stationen wollten, denn nach Roxel hätten kürzere  Wartezeiten für den nächsten Bus bestanden. Als Reaktion habe es nicht nur Beschwerden gegeben. Ein Mann, offenbar jener, der hinten in den Bus wollte, habe ihn mit einem mit „A“ beginnenden Kraftausdruck tituliert. Zudem sei gegen die Scheiben geschlagen und den Bus getreten worden.

Der Reisedienst Veelker stellt derweil klar, dass nur bei einem vollen Bus Fahrgäste abgewiesen werden dürfen.

Bus-Ärger in Münster
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