Vortrag am Landesmuseum Der Picasso-Sammler vom Prinzipalmarkt

Münster -

Vor 100 Jahren sammelte ein junger Münsteraner Gemälde der Avantgarde, darunter Picasso, Munch und Chagall. Am Dienstag (12. Dezember) findet ein Vortrag über den Sammler, Franz Kluxen, im Landesmuseum statt.

Franz Kluxen aus Münster war einer der bedeutendsten frühen Sammler moderner Kunst.
Franz Kluxen aus Münster war einer der bedeutendsten frühen Sammler moderner Kunst. Foto: privat

Genau 100 Jahre ist es her, dass ein Münsteraner in Berlin Höhepunkte aus seiner Kunstsammlung präsentierte: Franz Kluxen . Die Ausstellung in der Galerie „Der Sturm“ sorgte auch über Deutschland hinaus für Aufsehen. Martin Kalitschke, Redakteur unserer Zeitung, berichtet am Dienstag (12. Dezember) um 19.30 Uhr im LWL-Landesmuseum für Kunst und Kultur über seine Recherchen zum münsterischen Kunstsammler Franz Kluxen, der noch vor dem Ersten Weltkrieg eine der bedeutendsten Kunstsammlungen Europas zusammentrug.

Kluxen, später Geschäftsführer des gleichnamigen Kaufhauses, besaß zahllose Gemälde von Pablo Picasso , Edvard Munch, Franz Marc und anderen Avantgardisten – darunter Hauptwerke wie Chagalls „Gelbe Kuh“, die heute im New Yorker Guggenheim Museum hängt, oder Picassos „Violinspielerin“, die heute in der Pinakothek der Moderne in München zu sehen ist.

Kluxen war einer der ersten Picasso-Sammler in Deutschland, zudem besaß er zwischenzeitlich die bedeutendste Sammlung mit Werken von Marc Chagall in Europa. Dennoch ist bis heute nur sehr wenig über ihn bekannt. So ist unklar, warum er sich bis in die Dreißiger Jahre von großen Teilen seiner Sammlung trennte – und ob dies freiwillig oder unter Zwang geschah.

Kalitschke hat in den vergangenen zwei Jahren versucht, Kluxens Biografie und die Geschichte seiner Sammlung zu rekonstruieren. Er recherchierte in Archiven, nahm Kontakt zu Museen und Auktionshäusern auf, sprach mit Kluxens Familie.

In seinem Vortrag wird der Journalist die Ergebnisse vorstellen. Unter anderem wird er erstmalig ein historisches Dokument präsentieren, das es ihm ermöglichte, bei der Rekonstruktion der Sammlung Kluxen einen entscheidenden Schritt voranzukommen.

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Dienstag, 12. Dezember, 19.30 Uhr, Auditorium des LWL-Landesmuseums für Kunst und Kultur am Domplatz. Der Eintritt ist frei.

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