Besondere Ehrung
Früherer Zoodirektor Jörg Adler mit Bundesverdienstkreuz 1. Klasse ausgezeichnet

Münster -

Die hohe Auszeichnung ist auch in Münster selten: Mit dem Bundesverdienstkreuz 1. Klasse wurde am Donnerstag Jörg Adler ausgezeichnet. Der frühere Zoodirektor setzt sich für den Artenschutz ein.

Donnerstag, 12.10.2017, 19:10 Uhr

Mit dem Bundesverdienstkreuz 1. Klasse wurde der frühere Zoodirektor und heutigen USC-Präsident Jörg Adler (r.) ausgezeichnet. Oberbürgermeister Markus Lewe übergab Adler die Urkunde und überreichte Blumen an dessen Frau Gudrun.
Mit dem Bundesverdienstkreuz 1. Klasse wurde der frühere Zoodirektor und heutige USC-Präsident Jörg Adler (r.) ausgezeichnet. Oberbürgermeister Markus Lewe übergab Adler die Urkunde und überreichte Blumen an dessen Frau Gudrun. Foto: Oliver Werner

Es ist ein Kreuz mit dem Kreuz. Oder liegt es sogar daran, dass diese hohe Klassifizierung der Auszeichnung selbst in Münster „sehr selten“ ist, wie der Oberbürgermeister zuvor bemerkt hatte. Jedenfalls fummelte Markus Lewe auffallend lange am Revers des früheren Zoodirektors und heutigen USC-Präsidenten Jörg Adler herum und bediente sich am Ende sogar der Hilfe zarter Damenhände, damit das Bundesverdienstkreuz 1. Klasse endlich seinen sichtlich stolzen Träger schmücken konnte.

Der „Artenschützer und Menschenfänger“, der „ Jürgen Klopp der Zoogeschichte“, das „Marketingtalent und der Meister der Kommunikation“, so hieß es am Donnerstag in der Rüstkammer des Rathauses, wurde für ein laut Lewe „ganz besonderes Leben“ geehrt. „Jeder, der ihn kennengelernt hat, ist von ihm ganz besonders gefesselt“, sagte der OB über Adler, der am Donnerstag 71 Jahre alt wurde.

Von 1990 bis 2015 hatte der Leipziger, der zur Wendezeit nach Münster kam, den Allwetterzoo geleitet, übrigens drei Jahre über die Altersgrenze hinaus, als Not am Mann war. „Die Bewahrung der Artenvielfalt, der Natur und der Schöpfung sind maßgeblich für Jörg Adlers berufliches und ehrenamtliches Engagement“, bescheinigte ihm Lewe. So setzte sich Adler für den Umbau des Zoos ein, „weg vom Beton hin zu artgerechten Tiergehegen“.

Als Zoodirektor förderte er den Schutz bedrohter Tierarten in Vietnam. Daher nahm der Botschafter an der Ehrung teil. „Herr Adler hat einen großen Beitrag zur Völkerverständigung zwischen Deutschland und Vietnam geleistet“, sagte Xuan Hung Doan. In Kambodscha wurde auf Initiative Adlers ein Naturschutzzentrum gegründet. Ebenfalls die Stiftung Artenschutz mit dem Ziel, gefährdete Tierarten und ihre angestammten Lebensräume zu erhalten.

Passend zur „Bewahrung der Schöpfung“ ist Adler von einem christlichen Menschenbild geprägt. So engagierte er sich als Presbyter in der Lukas-Kirchengemeinde. In der DDR hatte er vor der Wende eine Kirchengemeinde im Plattenbau gegründet.

Tiere im Allwetterzoo Münster'">

Tiere im Allwetterzoo Münster

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  • montage

    Pelikane, Tiger, Erdmännchen & Co.: Entdecken Sie mit unseren Bildern den Allwetterzoo!

    Foto: Gunnar A. Pier, Oliver Werner
  • Noch gar nicht rosa: ein Flamingo-Küken im Oktober 2016.

    Foto: Gunnar A. Pier, Oliver Werner
  • Schnee? Der Gepard trägt es mit Fassung.

    Foto: Gunnar A. Pier, Oliver Werner
  • Gar nicht braun, so ein syrischer Braunbär...

    Foto: Gunnar A. Pier, Oliver Werner
  • Tiger Fedor kam im Juli 2017 in den Allwetterzoo.

    Foto: Gunnar A. Pier, Oliver Werner
  • Nachwuchs bei den Nashörnern: Amiri kam am 20. Mai 2017 zur Welt. Auf unserem Foto ist sie schon fast drei Monate alt.

    Foto: Gunnar A. Pier, Oliver Werner
  • Ein Malaienbär.

    Foto: Gunnar A. Pier, Oliver Werner
  • Ein lustiges Outfit tragen die Bongos.

    Foto: Gunnar A. Pier, Oliver Werner
  • Foto: Gunnar A. Pier, Oliver Werner
  • Ist das bequem? Ein Malaienbär.

    Foto: Gunnar A. Pier, Oliver Werner
  • Bad in der Sonne: ein amerikanischer Nasenbär.

    Foto: Gunnar A. Pier, Oliver Werner
  • Hier fürchtet ihn niemand: Der Wolf ist im Zoo willkommen.

    Foto: Gunnar A. Pier, Oliver Werner
  • Nein, das juckt nicht: Ein Vogel ist auf dem Nashorn-Horn gelandet . . .

    Foto: Gunnar A. Pier, Oliver Werner
  • . . . und fliegt wieder weg.

    Foto: Gunnar A. Pier, Oliver Werner
  • Nachwuchs bei den Nashörnern: Amiri kam am 20. Mai 2017 zur Welt. Auf unserem Foto ist sie schon fast drei Monate alt.

    Foto: Gunnar A. Pier, Oliver Werner
  • Zwei Pelikane.

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  • Ein Pelikan.

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  • Eine stolze Pracht trägt der Kronenkranich.

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  • Er ist klein, und dann duckt er sich auch noch: ein junger Straß.

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  • Im Afrika-Berich gibt es auch Defassa-Wasserböcke.

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  • Tigerin Nely wundert sich, dass das Wasser in ihrem Gehege zugewuchert ist.

    Foto: Gunnar A. Pier, Oliver Werner
  • Auch sie landen im Zoo: Störche.

    Foto: Gunnar A. Pier, Oliver Werner
  • Tiger-Dame Nely.

    Foto: Gunnar A. Pier, Oliver Werner
  • Tiger-Dame Nely.

    Foto: Gunnar A. Pier, Oliver Werner
  • Gar nicht rosa: ein Flamingo-Küken im Oktober 2016.

    Foto: Gunnar A. Pier, Oliver Werner
  • Gar nicht rosa: ein Flamingo-Küken im Oktober 2016.

    Foto: Gunnar A. Pier, Oliver Werner
  • Immer auf der Hut: Erdmännchen.

    Foto: Gunnar A. Pier, Oliver Werner
  • Ein durstiger Defassa-Wasserbock.

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  • Geduckt: ein Strauß.

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  • Kronenkranich.

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  • Diese Wildkatze hat Punkte - also ist es ein Gepard.

    Foto: Gunnar A. Pier, Oliver Werner
  • Brillenpinguine.

    Foto: Gunnar A. Pier, Oliver Werner
  • Brillenpinguine leben eigentlich an der afrikanischen West- und Südküste, deshalb finden sie es in Münster nicht viel zu warm.

    Foto: Gunnar A. Pier, Oliver Werner
  • Syrischer Braunbär.

    Foto: Gunnar A. Pier, Oliver Werner
  • Syrischer Braunbär.

    Foto: Gunnar A. Pier, Oliver Werner
  • Bongos sehen komisch aus.

    Foto: Gunnar A. Pier, Oliver Werner
  • Gänsegeier im Schnee

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  • Gepard

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  • Brillenpinguine

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  • Ein Trampeltier mit Schnee-Schnute.

    Foto: Gunnar A. Pier, Oliver Werner
  • Ein Wolf.

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  • Syrischer Braunbär.

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  • Gepard im Schnee.

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  • Ein Wolf lugt hervor.

    Foto: Gunnar A. Pier, Oliver Werner
  • Wer erkennt die Unterschiede? Die Tiger Nely (links) und Fedor.

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  • Bauchlandung: zwei Brillenpinguine.

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  • Kaum bekannt, aber auch niedlich: ein chinesischer Muntjak.

    Foto: Gunnar A. Pier, Oliver Werner
  • Kegelrobbe

    Foto: Gunnar A. Pier, Oliver Werner
  • Kegelrobbe

    Foto: Gunnar A. Pier, Oliver Werner
  • Oran Utan

    Foto: Gunnar A. Pier, Oliver Werner
  • Foto: Gunnar A. Pier, Oliver Werner
  • Foto: Gunnar A. Pier, Oliver Werner
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