Bürgerstiftung verteilt Spenden Geldregen für drei Projekte

Münster -

Der beliebte Bürgerbrunch, der am 17. September in der Promenade für Geselligkeit sorgte, wirkt nach. Denn auch diesmal werden mit dem Erlös drei soziale Projekte für Kinder und Jugendliche unterstützt.

Von Maria Meik
Der Bürgerbrunch zahlt sich aus (v.l.): Marc Würfel-Elberg (Bürgerstiftung), Wolfram Goldbeck (Stadt), Joachim Sommer, Geschäftsführer der Stiftung, Dieter Kaiser, Gabriele Voetz, Johannes Wüstefeld-Beermann und Hans-Peter Kosmider.
Der Bürgerbrunch zahlt sich aus (v.l.): Marc Würfel-Elberg (Bürgerstiftung), Wolfram Goldbeck (Stadt), Joachim Sommer, Geschäftsführer der Stiftung, Dieter Kaiser, Gabriele Voetz, Johannes Wüstefeld-Beermann und Hans-Peter Kosmider. Foto: mm

Die knusprigen Brötchen beim Bürgerbrunch am 17. September vor der Schlosskulisse sind längst verputzt. Auch das Wetter spielte auf den letzten Drücker mit, und die Stimmung war durchweg heiter bei den über 1000 Teilnehmern, die sich an über 100 Tischen das Sonntagsfrühstück schmecken ließen.

Hans-Peter Kosmider, Vorsitzender der Stiftung Bürger für Münster, ist zufrieden mit dem neunten Bürgerbrunch in der Promenade. Und auch diesmal ging der Schmaus mit dem Ansinnen einher, „sich selbst und anderen Gutes zu tun und sich in familiärer Runde bürgerschaftlich zu engagieren“, zieht Kosmider eine positive Bilanz.

Erfreulich, was nach dem Bürgerbrunch für soziale Projekte alle Jahre wieder für Kinder- und Jugendliche ausgeschüttet wird. Am Donnerstag wurde das Kinder- und Jugendtelefon im Kinderschutzbund Münster mit über 1500 Euro bedacht, über 1000 Euro gehen an das Jugendzentrum Bahnhof Wolbeck, 1700 Euro an das erfolgreiche Lesepatenprojekt der Bürgerstiftung. An 13 Grundschulen sind Lesepaten ehrenamtlich im Einsatz. Gabriele Voetz ist die Projektleiterin und hilft Kindern in der Overbergschule lesend und einfühlsam auf die Sprünge. Besonders freut sie sich über die Erfolge von Flüchtlingskindern. „Sie wollen gerne lernen“, erzählt Gabriele Voetz auch von einem Jungen, der schnell Deutsch lernte und den Sprung aufs Gymnasium schaffte. Das Geld fließt in Bücherkisten, Lesestoff und in die Schulung der Paten.

Johannes Wüstefeld-Beermann ist Sozialpädagoge im Jugendzentrum Bahnhof Wolbeck, in dem rund 27 Ehrenamtliche anpacken. Er freute sich über die Summe, die in Farbe investiert wird, mit der eine unansehnliche Mauer am Jugendzentrum mit einem Graffiti unter künstlerischer Anleitung gestaltet werden soll. Bei der Spendenübergabe berichtete er von den vielfältigen Aktionen im Zentrum wie Theater, Café, Mädchengruppe, Partys oder Konzerte.

Als Wertschätzung der Arbeit bezeichnete Dieter Kaiser, Geschäftsführer des Kinderschutzbund-Ortsverbands, den Geldregen. Stress mit den Eltern, Liebeskummer, Mobbing in der Schule oder im Freundeskreis, Gewalt, sexuelle Übergriffe – am Telefon können Kinder und Jugendliche ihre Sorgen und Nöte loswerden. Im vergangenen Jahr gab es 9822 Anrufe, bei 2356 davon hätten sich längere Gespräche ergeben. Der Erlös aus dem Bürgerbrunch fließt nach Auskunft von Kaiser in die Supervision der Mitarbeiter.

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