Gemeinsamer Antrag für den Rat Preußen-Stadion: SPD und FDP für externe Prüfung

Münster -

SPD und FDP setzten Schwarz-Grün in der Stadionfrage unter Druck: Sie fordern eine Überprüfung des Sachverhaltes durch einen externen Gutachter.

Von Klaus Baumeister
 
  Foto: Oliver Werner

Soll das Preußen-Stadion an der Hammer Straße bleiben? Oder soll ein Neubau am Stadthafen II, an der Steinfurter Straße oder in Amelsbüren erfolgen?

Damit der Rat der Stadt Münster auf diese Fragen eine fundierte Antwort geben kann, möchten die Fraktionen von SPD und FDP erreichen, dass der Themenkomplex Preußen-Stadion – inklusive der Kostenfrage – von einem externen, auf Sportinvestitionen spezialisierten Beratungsbüro geprüft wird.

Die Fraktionschef Dr. Michael Jung (SPD) und Carola Möllemann-Appelhoff (FDP) stellten am Freitag einen entsprechenden Ratsantrag vor, der in der Sitzung am 18. Oktober zur Abstimmung kommen soll.

Ganz ausdrücklich betonten beide Kommunalpolitiker bei einem Pressegespräch, dass die in der Diskussion befindlichen Stadionstandorte in Bösensell oder Greven nicht Gegenstand der Prüfung sein sollen. „Der SC Preußen gehört zu Münster“, so Michael Jung.

Bei dem gemeinsamen Pressegespräch deuteten beide Fraktionsvorsitzende an, dass sie den bisher von der Stadtverwaltung selbst durchgeführten Prüfungen nicht trauen. „Wir brauchen belastbare Zahlen und eine ergebnisoffene Prüfung“, erklärte Möllemann-Appelhoff. Auch Michael Jung sprach davon, dass man dem Anliegen des SC Preußen eine „faire Chance“ geben sollte. Zum Hintergrund: Vorstand und Aufsichtsrat des SC Preußen favorisieren einen Stadionneubau, weil sie am Standort Hammer Straße keine Perspektive sehen. Die schwarz-grüne Ratsmehrheit indes sieht dies sehr kritisch.

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Mit ihrem Plädoyer für eine externe Prüfung verband Möllemann-Appelhoff ganz dezidiert die Erwartung, dass dadurch eine „objektive“ Grundlage für eine Entscheidung im Frühjahr 2018 geschaffen werde. Während die SPD bereits sehr viel Sympathie für einen Neubau geäußert hat, hielt sich die FDP-Frau in dieser Frage bedeckt. Der aktuelle Beratungsstand indes, so Möllemann-Appelhoff weiter, „wird der Bedeutung des SC Preußen für Münster nicht gerecht“.

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