Pläne lassen sich nur gedreht verstehen Fahrgäste müssen kopfstehen

Münster -

Stadtpläne sollen der Orientierung dienen. Mitunter desorientiert, aber in jeden Fall irritiert, sind derzeit Busfahrgäste, die die Ausschilderung zu den einzelnen Abfahrtsstellen vor Münsters neuem Hauptbahnhof genau nehmen. „Bei der Hälfte der Stelen muss man sich auf den Kopf stellen, damit man die Haltestellen zuordnen kann“, moniert etwa Bürger Ulrich Brinkhoff und ist mit dieser Ansicht nicht allein.

Von Karin Höller
Verwirrung löst die Übersicht der Busabfahrtspunkte vor dem Bahnhof aus. Geradeaus zeigt der Pfeil zur Windthorststraße und zur Innenstadt. Wer sich daran hält, landet am Ostausgang des Bahnhofs.
Verwirrung löst die Übersicht der Busabfahrtspunkte vor dem Bahnhof aus. Geradeaus zeigt der Pfeil zur Windthorststraße und zur Innenstadt. Wer sich daran hält, landet am Ostausgang des Bahnhofs. Foto: hö

Denn wer auf den Hauptbahnhof zugeht, wundert sich, dass der Pfeil geradeaus schnurstracks zur Windthorststraße und Richtung Innenstadt weist. Wer sich unreflektiert daran hält, landet stattdessen am Ostausgang des Bahnhofs.

Wer indes aus dem Bahnhof auf den Vorplatz tritt, sieht den nach Himmelsrichtungen richtig zugeordneten Stadtplanausschnitt.

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Dabei hatten die Verantwortlichen bei den Verkehrsbetrieben mit den einheitlichen Plänen in beiden Blickrichtungen diesseits und jenseits der Bahnhofstraße „die Orientierung erleichtern“ wollen, wie Stadtwerkesprecherin Lisa Schmees auf Anfrage erklärt.

Mit dem Bahnhofsumbau habe man sich bereits vor zwei Jahren entschieden, anders als bisher, alle Stelen mit demselben Übersichtsplan zu versehen. Schließlich müsse man sich auch beim Blick auf einen Stadtplan zunächst nach Himmelsrichtungen orientieren.

Stadtpläne lassen sich drehen. Bei mehrere Meter hohen Infosäulen wird das aber ausgesprochen schwierig.

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