Dringende Reparaturen Windräder schon wieder stillgelegt

Münster -

Die drei Windräder der Genossenschaft „Unsere Münster-Energie“ mussten erneut vorübergehend stillgelegt werden. Grund waren dringende Reparaturen.

Von Martin Kalitschke
Die Genossenschaft „Unsere Münster-Energie“ betreibt zurzeit drei Windräder, unter anderem eines am Twerenfeldweg in Nienberge.
Die Genossenschaft „Unsere Münster-Energie“ betreibt zurzeit drei Windräder, unter anderem eines am Twerenfeldweg in Nienberge. Foto: Oliver Werner

Die drei Windräder der Genossenschaft „Unsere Münster-Energie“ sind Ende Juli erneut stillgelegt worden. Wie Vorstand Veit Christoph Baecker berichtet, hatte der Hersteller der Räder, das Unternehmen Nordex , Reparaturbedarf angemeldet. Eine der Anlagen ist allerdings inzwischen schon wieder am Netz, die anderen sollen in Kürze folgen.

„An Anlagen außerhalb Münsters hatten sich kleinere Generatoren gelöst“, berichtet Baecker. Nordex habe sich daraufhin entschlossen, auch die Anlagen in Münster zu stoppen, um die Generatoren zu sichern.

„Die Maßnahme erfolgte auf Kosten des Unternehmens“, unterstreicht Baecker. Nordex habe sich verpflichtet, sowohl die Reparaturarbeiten als auch die ausfallenden Einnahmen bei der Stromerzeugung zu übernehmen.

„Unsere Münster-Energie“ betreibt derzeit drei Windräder, die in Amelsbüren, Roxel und Nienberge stehen. 2014 waren sie für rund zwölf Millionen Euro von den Stadtwerken errichtet und dann an die Genossenschaft weiterverkauft worden. Sie hat 530 Mitglieder, die Anteile zwischen 500 und 5000 Euro gezeichnet haben. Dafür wurde ihnen auf ihre Einlagen eine Rendite von 3,5 Prozent versprochen. Baecker geht davon aus, dass die Auszahlung im kommenden Jahr beginnen wird.

Unterdessen kämpfen die drei Windanlagen mit einem weiteren Problem. Naturschutzorganisationen befürchten, dass durch die Windräder Fledermäuse getötet werden könnten. Um zu ermitteln, ob das tatsächlich der Fall ist, finden seit April und bis Oktober täglich Begehungen in der Umgebung der Räder statt. Bislang seien mehrere tote Fledermäuse gefunden worden, bestätigt Vorstand Veit Christoph Baecker. Ob und, wenn ja, welche Maßnahmen ergriffen werden, soll allerdings erst nach Abschluss der Begehungen besprochen werden.

Bis dahin stoppen die Räder bei bestimmten, von Fledermäusen bevorzugten Wetterbedingungen (trocken, wenig Wind) erst einmal eine Stunde vor bis eine Stunde nach Sonnenuntergang den Betrieb. So soll verhindert werden, dass sie in die Rotorenblätter flattern, berichtet Veit-Christoph Baecker weiter.

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