SPD reagiert auf Debatte über Bahnlinie Münster – Lünen „Auch CDU hat bislang Ausbau auf ganzer Länge gefordert“

Münster -

Wenn es um den Ausbau der Bahnstrecke Münster-Lünen geht, hat der SPD-Bundestagsabgeordnete Bernhard Daldrup großes Verständnis für ein Vorgehen nach dem Motto: „Lieber den Spatz in der Hand als die Taube auf dem Dach.“

Von Klaus Baumeister
Bernhard Daldrup (SPD) hat viele Fragen.
Bernhard Daldrup (SPD) hat viele Fragen. Foto: Büro Daldrup

Kein Verständnis indes hat er, wenn die CDU in Münster und im Münsterland den jetzt verkündeten Teilausbau der Bahnstrecke als „einen „Riesenerfolg“ feiere und ihn dafür kritisiere, dass er von einer „Luftnummer“ spreche. „Die CDU hat bislang genauso wie ich immer einen Ausbau der Strecke auf ganzer Länge gefordert.“

Für Daldrup bleiben Fragen offen

Im Gespräch mit unserer Zeitung reagiert der Sendenhorster Daldrup auf die Äußerungen des Berliner Verkehrsstaatssekretärs Enak Ferlemann , der jüngst gegenüber unserer Zeitung erklärt hatte, dass ein Teilausbau der Bahnstrecke noch in diesem Jahr in die höchste Dringlichkeitsstufe des Bundes aufgenommen werde, für einen zweigleisigen Ausbau auf ganzer Länge aber die Wirtschaftlichkeit nicht nachzuweisen sei.

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KommentarDas wurde aber auch Zeit

Der Sozialdemokrat attestiert gern, „dass ein Teilausbau auf jeden Fall mehr als nichts ist“. Gleichwohl bleiben für ihn Fragen, denen die CDU in der Region ganz offenbar nicht nachgehen wolle.

Entscheidung für Teilausbau nachvollziehbar

Die von Ferlemann angesprochene Wirtschaftlichkeit wird man laut Daldrup „nie erreichen“, so lange bei der Bahn kein Interesse bestehe, die Trasse stärker in das Fernverkehrsangebot einzubinden. In gewisser Weise könne man die Beschränkung des Bundes auf einen Teilausbau so verstehen, dass er an der – für das Münsterland unvorteilhaften – Position der Bahn nicht mehr rütteln wolle. Gern würde Daldrup mit den Kollegen aus der CDU darüber sprechen. „Aber die sind ja bereits im Jubelmodus.“

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