Stadtwerke rüsten langsam gegen Feinstaub um Ab 2018 kommen erste Wasserstoff-Busse nach Münster

Münster -

Im Kampf gegen die lokale Feinstaub-Umweltverschmutzung setzen die Stadtwerke Münster auf eine Umrüstung der Flotte weg vom Dieselantrieb hin zu Elektrofahrzeugen. Auch Wasserstoff-Busse kommen ab 2018 zum Einsatz.

Von Helmut Etzkorn
Elektrobusse sollen in den kommenden Jahren die Dieselfahrzeuge im ÖPNV in Münster ablösen.
Elektrobusse sollen in den kommenden Jahren die Diesel­fahrzeuge im ÖPNV in Münster ablösen. Foto: hpe

95 Prozent der 125 Stadtwerke-Linienbusse fahren in Münster noch mit Dieselantrieb. Zwar mit den Abgasnormen Euro 5 und Euro 6, die weniger Schadstoffe in die Luft blasen. Aber trotz der modernen Abgasreinigungstechnik dennoch mit altem Antriebverfahren.

Bereits 140.000 Kilometer emissionsfrei zurückgelegt

Allerdings soll sich die Zahl der Elektrobusse, die seit 2015 auf der Linie 14 (Zoo) mit Erfolg getestet werden, erhöhen. Zu den ­bereits vorhandenen fünf Batterie-Bussen sollen im kommenden Jahr fünf weitere Elektrofahrzeuge angeschafft werden, so Stadtwerke-Sprecher Florian Adler . „Die Reichwerten stimmen, wir haben bereits 140.000 Kilometer emissionsfrei zurückgelegt“, so Adler.

Damit ist der ÖPNV in Münster bundesweit in einer klimafreundlichen Vorreiterrolle angesiedelt. München beispielsweise plant erst 2020 mit dem Einsatz von Elektrobussen.

Zwei Wasserstoff-Busse

Zusätzlich wird es ab 2018 im Linien­betrieb zwei Wasserstoff­busse geben, die ebenfalls keine Giftstoffe mehr in die Umwelt schleudern. Erste Tests mit einem in Holland geliehenen Wasserstoffbus, der an der Westfalen-­Tankstelle in Amelsbüren tanken kann, waren laut Adler „sehr erfolgreich“. „Die Reichweite ist für den ­Linienverkehr in der Stadt völlig ausreichend und die Betankung unproblematisch“, so Adler.

Flächendeckende Ausstattung dauert noch Jahre

Weil Elektrobusse im Moment noch teure Einzelfabrikate sind, wird die flächendeckende Ausstattung mit kompletten E-Flotten bei den Nahverkehrsbetrieben noch Jahre dauern.

Adler: „Die Hersteller beginnen nun erst langsam mit der Serienfertigung. Erst dann werden die Fahrzeuge auch preislich interessant für die Kommunen.“

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