Umgehungsstraße B 51
Kampfmittelsuche: Achtfacher Bombenverdacht

Münster -

Der Kampfmittelräumdienst hat im Erdreich unter der gesperrten Umgehungsstraße insgesamt acht Verdachtspunkte für mögliche Bombenblindgänger sondiert. Nun müssen die Fundstellen ausgehoben werden. Erst dann ist klar, ob wirklich Kampfmittel im Boden sind.

Freitag, 28.07.2017, 20:07 Uhr

Auf der Umgehungsstraße laufen die Vorarbeiten für die Bombensuche. Zuerst muss das Grundwasser abgepumpt werden, ehe die Bagger ins Erdreich vordringen können.
Auf der Umgehungsstraße laufen die Vorarbeiten für die Bombensuche. Zuerst muss das Grundwasser abgepumpt werden, ehe die Bagger ins Erdreich vordringen können. Foto: hpe

Ob die Umgehungsstraße B 51 nach zweiwöchiger Vollsperrung im Bereich St. Mauritz am kommenden Freitag (4. August) wieder für den Verkehr freigegeben werden kann, steht in den Sternen. Bei den seit vergangenem Montag laufenden Sondierungsarbeiten des Kampfmittelräumdienstes haben sich nach Abschluss der Tiefbohrungen unterhalb der Fahrbahn zwischen Warendorfer Straße und Wolbecker Straße insgesamt acht Verdachtspunkte erhärtet. Dort liegt definitiv eine größere Menge Metall und Eisen im Boden, vermutlich sind es aber Bombenblindgänger aus dem 2. Weltkrieg. Darauf lassen zumindest Luftbildauswertungen im Vorfeld der Arbeiten schließen.

„Endgültig kann man natürlich erst etwas sagen, wenn die Bagger das Erdreich beiseitegeschafft haben“, so Theresa Frigger von der Bezirksregierung in Arnsberg, die für die Kampfmittelsuche zuständig ist.

Bombensuche auf der B 51

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  • Die Bundesstraße wurde zwischen Warendorfer Straße (Bild) und Wolbecker Straße komplett gesperrt.

    Die Bundesstraße wurde zwischen Warendorfer Straße (Bild) und Wolbecker Straße komplett gesperrt.

    Foto: hpe
  • Löcher in der Umgehungsstraße:

    Foto: hpe
  • Am Montag, 24. Juli, wurde die B 51 in Münster gesperrt, um nach Blindgängern aus dem Zweiten Weltkrieg zu suchen.

    Foto: hpe
  • Der Kampfmittelräumdienst hat mit Sondierungsbohrungen in der Fahrbahndecke in Höhe St. Mauritz begonnen.

    Foto: hpe
  • Sollte sich der Verdacht an einem der Punkte bestätigen, muss großflächig gegraben werden.

    Foto: hpe
  • Dann wären auch Evakuierungen und kontrollierte Sprengungen möglich.

    Foto: hpe
  • Für die Arbeiten sind etwa zwei Wochen angesetzt. So lange bleibt die Umgehungsstraße zwischen Warendorfer Straße und Wolbecker Straße gesperrt.

    Foto: hpe

Werden Bomben freigelegt, gibt es mehrere Handlungsoptionen: Ist kein Zünder mehr vorhanden, kann die Bombe ohne Probleme aus dem Boden gehoben und abtransportiert werden. Sind Aufschlagzünder angebracht, wird je nach Sprengstoffmenge und Größe der Bombe ein Evakuierungsradius in Abstimmung mit der Feuerwehr festgelegt und die Bevölkerung gewarnt. Erst danach kann die Entschärfung in die Wege geleitet werden. Im schlimmsten Fall handelt es sich bei einer Fundbombe um ein Kampfmittel mit Säurezünder. Dann ist es möglich, dass die Bombe vor Ort im Boden gesprengt werden muss.

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In Vorbereitung für die Ausschachtungen muss Grundwasser abgepumpt werden. Diese Arbeiten sind an diesem Wochenende vorgesehen. Die Sondierungen selbst sind laut Projektleiter Hans-Joachim Peters vom Landesbetrieb Straßenbau problemlos über die Bühne gegangenen, der starke Regen habe nicht zu einer Verzögerung geführt. Dennoch sei es durchaus möglich, dass wegen der mutmaßlichen Entschärfung die Vollsperrung noch einige Zeit länger bestehen bleiben müsse. Täglich rollen rund 20.000 Autos über die stark frequentierte Verkehrsachse zwischen Autobahn und Kreis Warendorf. Weil Ferien sind, halten sich die Staus auf der Umleitungsstrecke in erträglichen Grenzen.

Wegen schlechten Wetters verzögern sich die Bauarbeiten auf der Straße Am Max-Klemens-Kanal. Die Sperrung soll nun bis zum 1. August bestehen bleiben. 

So wird die Umgehungsstraße aussehen

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  • In Richtung Norden zeigt diese Animation. Es handelt sich praktisch um die Einfahrt in den Trog, im Bild die Brücke am Laerer Landweg.

    In Richtung Norden zeigt diese Animation. Es handelt sich praktisch um die Einfahrt in den Trog, im Bild die Brücke am Laerer Landweg.

    Foto: Straßen NRW
  • Der Knotenpunkt Wolbecker Straße ist auf dieser Animation zu sehen. Die Zu- und Abfahrten sind mehrspurig, um ihre Leistungsfähigkeit zu erhöhen. Auch auf der Wolbecker Straße wird es im Kreuzungsbereich erhebliche Veränderungen geben.

    Foto: StraßenNRW
  • So soll es Ende dieses Jahrzehnts an dem Knotenpunkt Umgehungsstraße (B 51), Warendorfer Straße und B 481 aussehen. Der Landesbetrieb Straßen NRW als Bauherr hat eine Animation veröffentlicht. Zur Orientierung:Die große Straße, die in der Mitte nach oben führt, ist die neue B481. Sie verbindet den Knotenpunkt mit dem Schifffahrter Damm. Nach links geht die Warendorfer Straße in Richtung Innenstadt, nach rechts in Richtung Telgte. Die große Straße unten ist die B 51 in Richtung Autobahnkreuz Münster-Süd. Die kleine Straße oben halbrechts ist die Dyckburger Straße, unten rechts die Mondstraße.

    Foto: Straßen NRW
  • Gut zu erkennen ist hier, wie nah die Wohnsiedlung am Stehrweg an die Umgehungsstraße heranrückt.

    Foto: Straßen NRW
  • In Richtung Süden, sprich von der Brücke am Pleistermühlenweg in Richtung Wolbecker Straße, geht an dieim Trog sind in der Mitte durch Betonriegel getrennt.

    Foto: Straßen NRW
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