Kampfmittelräumer sperren Umgehungsstraße
Bombenverdacht an B 51 – Vollsperrung ab Montag

Münster -

Um die vielen Verdachtsfälle auf Kampfmittel entlang der Umgehungsstraße zu klären, wird ab dem 24. Juli die Umgehungsstraße für Untersuchungen des Kampfmittelräumdienstes im Bereich zwischen Warendorfer und Wolbecker Straße voll gesperrt. Auch Evakuierungen und Sprengungen könnten notwendig werden.

Donnerstag, 20.07.2017, 21:07 Uhr

Schilder  kündigen die Vollsperrung bereits an.
Schilder  kündigen die Vollsperrung bereits an. Foto: hpe

Nach der Auswertung von Sondierungsbohrungen im Bereich der Um­gehungsstraße (B 51) bestätigt der Kampfmittelbeseitigungsdienst der Be­zirksregierung Arnsberg dort den Verdacht auf Bom­benblind­gän­ger aus dem Zweiten Weltkrieg . Jetzt muss an den einzelnen Verdachtspunkten geklärt werden, ob es sich tatsächlich um Blindgänger handelt, teilt die Stadt Münster mit.

Danach liegen die derzeit bekannten Fundorte auf Teilstücken der B 51 im Bereich der Warendorfer Straße sowie im Bereich Maikottenweg. Im Zuge einer Vollsperrung sollen ab Montag (24. Juli) weitere Untersuchungen an mehreren Stellen im Bereich Birkenweg und in Höhe der Wolbecker Straße durchgeführt werden. Nach früheren Angaben des Landesstraßenbetriebs Straßen.NRW soll die Sperrung etwa zwei Wochen dauern.

So wird die Umgehungsstraße aussehen

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  • In Richtung Norden zeigt diese Animation. Es handelt sich praktisch um die Einfahrt in den Trog, im Bild die Brücke am Laerer Landweg.

    In Richtung Norden zeigt diese Animation. Es handelt sich praktisch um die Einfahrt in den Trog, im Bild die Brücke am Laerer Landweg.

    Foto: Straßen NRW
  • Der Knotenpunkt Wolbecker Straße ist auf dieser Animation zu sehen. Die Zu- und Abfahrten sind mehrspurig, um ihre Leistungsfähigkeit zu erhöhen. Auch auf der Wolbecker Straße wird es im Kreuzungsbereich erhebliche Veränderungen geben.

    Foto: StraßenNRW
  • So soll es Ende dieses Jahrzehnts an dem Knotenpunkt Umgehungsstraße (B 51), Warendorfer Straße und B 481 aussehen. Der Landesbetrieb Straßen NRW als Bauherr hat eine Animation veröffentlicht. Zur Orientierung:Die große Straße, die in der Mitte nach oben führt, ist die neue B481. Sie verbindet den Knotenpunkt mit dem Schifffahrter Damm. Nach links geht die Warendorfer Straße in Richtung Innenstadt, nach rechts in Richtung Telgte. Die große Straße unten ist die B 51 in Richtung Autobahnkreuz Münster-Süd. Die kleine Straße oben halbrechts ist die Dyckburger Straße, unten rechts die Mondstraße.

    Foto: Straßen NRW
  • Gut zu erkennen ist hier, wie nah die Wohnsiedlung am Stehrweg an die Umgehungsstraße heranrückt.

    Foto: Straßen NRW
  • In Richtung Süden, sprich von der Brücke am Pleistermühlenweg in Richtung Wolbecker Straße, geht an dieim Trog sind in der Mitte durch Betonriegel getrennt.

    Foto: Straßen NRW

Verdachtspunkte werden intensiv untersucht

Sobald sich ein umfassendes Bild der zahlreichen Verdachtspunkte ergebe, sollen die ersten Schritte der Freilegungen vorbereitet werden. „Dafür sind umfang­reiche Vorbereitungen wie Erdaushub, Grundwasserabsenkungen oder die Sicherung der Ausgrabungen nötig“, heißt es. „Erst dann wird deutlich, ob es sich an den Verdachtspunkten überhaupt um Bomben handelt, welchen Typs sie sind und wie sich zu entschärfen sind.“

Evakuierungen und Sprengungen möglich

Je nach Ergebnis könnten Evakuierungen für eine Entschärfung oder, bei einem möglichen chemisch-mechani­schen Langzeitzünder, auch eine gezielte Sprengung nötig werden. „Am liebsten wäre uns natürlich die Alternative ‚Entwarnung‘, besonders im Sinne der Anwohner“, wünscht sich Susanne Reckhorn-Lengers von der Feuerwehr Münster. Allerdings sei durch die Viel­zahl der Verdachtspunkte möglich, dass mehrere Entschärfungen von Blindgängern mit Evakuierungen der Anwoh­ner er­forderlich werden. „Bei der Entschärfung eines Sprengkörpers ist es mitunter erforder­lich, im Umkreis von 150 bis 500 Metern um die Fundstelle zu evakuie­ren.“

Feuerwehr und Polizei planen aktuell zusammen mit dem Kampfmit­telbeseitigungsdienst und Straßen-NRW die Details. Ein Stadtplan-Ausschnitt mit möglichen  Evakuierungszonen wird im Internet veröf­fentlicht ( www.muenster.de/bombenentschaerfung ). Auch über das Ende des Einsatzes werden die Anwohner informiert. 

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