Kampfmittelräumer sperren Umgehungsstraße Bombenverdacht an B 51 – Vollsperrung ab Montag

Münster -

Um die vielen Verdachtsfälle auf Kampfmittel entlang der Umgehungsstraße zu klären, wird ab dem 24. Juli die Umgehungsstraße für Untersuchungen des Kampfmittelräumdienstes im Bereich zwischen Warendorfer und Wolbecker Straße voll gesperrt. Auch Evakuierungen und Sprengungen könnten notwendig werden.

Schilder  kündigen die Vollsperrung bereits an.
Schilder  kündigen die Vollsperrung bereits an. Foto: hpe

Nach der Auswertung von Sondierungsbohrungen im Bereich der Um­gehungsstraße (B 51) bestätigt der Kampfmittelbeseitigungsdienst der Be­zirksregierung Arnsberg dort den Verdacht auf Bom­benblind­gän­ger aus dem Zweiten Weltkrieg . Jetzt muss an den einzelnen Verdachtspunkten geklärt werden, ob es sich tatsächlich um Blindgänger handelt, teilt die Stadt Münster mit.

Danach liegen die derzeit bekannten Fundorte auf Teilstücken der B 51 im Bereich der Warendorfer Straße sowie im Bereich Maikottenweg. Im Zuge einer Vollsperrung sollen ab Montag (24. Juli) weitere Untersuchungen an mehreren Stellen im Bereich Birkenweg und in Höhe der Wolbecker Straße durchgeführt werden. Nach früheren Angaben des Landesstraßenbetriebs Straßen.NRW soll die Sperrung etwa zwei Wochen dauern.

Verdachtspunkte werden intensiv untersucht

Sobald sich ein umfassendes Bild der zahlreichen Verdachtspunkte ergebe, sollen die ersten Schritte der Freilegungen vorbereitet werden. „Dafür sind umfang­reiche Vorbereitungen wie Erdaushub, Grundwasserabsenkungen oder die Sicherung der Ausgrabungen nötig“, heißt es. „Erst dann wird deutlich, ob es sich an den Verdachtspunkten überhaupt um Bomben handelt, welchen Typs sie sind und wie sich zu entschärfen sind.“

Evakuierungen und Sprengungen möglich

Je nach Ergebnis könnten Evakuierungen für eine Entschärfung oder, bei einem möglichen chemisch-mechani­schen Langzeitzünder, auch eine gezielte Sprengung nötig werden. „Am liebsten wäre uns natürlich die Alternative ‚Entwarnung‘, besonders im Sinne der Anwohner“, wünscht sich Susanne Reckhorn-Lengers von der Feuerwehr Münster. Allerdings sei durch die Viel­zahl der Verdachtspunkte möglich, dass mehrere Entschärfungen von Blindgängern mit Evakuierungen der Anwoh­ner er­forderlich werden. „Bei der Entschärfung eines Sprengkörpers ist es mitunter erforder­lich, im Umkreis von 150 bis 500 Metern um die Fundstelle zu evakuie­ren.“

Feuerwehr und Polizei planen aktuell zusammen mit dem Kampfmit­telbeseitigungsdienst und Straßen-NRW die Details. Ein Stadtplan-Ausschnitt mit möglichen  Evakuierungszonen wird im Internet veröf­fentlicht ( www.muenster.de/bombenentschaerfung ). Auch über das Ende des Einsatzes werden die Anwohner informiert. 

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