Online-Petition für Künstler Tom Grant vom Hamburger Tunnel Keine Straßenmusik im Hauptbahnhof

Münster -

Der Hamburger Tunnel führt seit vergangenem Samstag wieder ein Schattendasein: Neue Fahrradständer, ein paar Passanten und Radfahrer, ein Skulptur-Projekt mit den Werken des münsterischen Künstlers Moondog sorgt noch für die Soundkulisse

Von Karin Völker
Für Tom Grant wird im Hamburger Tunnel geworben.
Für Tom Grant wird im Hamburger Tunnel geworben. Foto: gri

Helena Stegmann vermisst schon jetzt die Musik, die fast zwei Jahre lang im Tunnel schallte, während das Publikum meistens in Massen vorüberwogte. Besonders fehlt ihr die tolle Stimme von Tom Grant , der hier mit seiner Gitarre meist Pop- und Rockklassiker coverte. Stegmann hat eine Online-Petition an Oberbürgermeister Lewe gerichtet mit dem Ziel, dass die Straßenmusiker im Tunnel auch im Hauptbahnhof musizieren dürfen. An einem oder mehreren Spots im Bahnhof solle weiter Musik möglich sein, fordert Helena Stegmann, die eine entsprechende Online-Petition ins Netz gestellt hat.

Musik an einem oder mehreren Spots im Bahnhof

Oberbürgermeister Markus Lewe kann den Musikern aber gar keine Bühne im neuen Bahnhof verschaffen, hier hat das Hausrecht die Deutsche Bahn.

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Live-Musik ist laut Hausordnung nur nach besonderer Genehmigung durch das Bahnhofsmanagement gestattet.

Pressestelle der Bahn

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„Live-Musik ist laut Hausordnung nur nach besonderer Genehmigung durch das Bahnhofsmanagement gestattet“, heißt es in der Pressestelle der Bahn.

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Fahrradparken am Hauptbahnhof Münster

Auf den Straßen in Münster dürfen die Musiker ungeachtet dessen weiter spielen und singen. Das Ordnungsamt verzichtet auf eine Qualitätskontrolle. Es gilt lediglich die Regel: Musiker dürfen nicht länger als eine halbe Stunde an der selben Stelle etwas darbieten und müssen, bevor sie an einem anderen Ort weiterspielen, eine halbe Stunden pausieren.

Ortswechsel nach einer halben Stunde

So wird verhindert, dass etwa Menschen, die in Geschäften der Innenstadt arbeiten, den ganzen Tag dieselbe Musik hören müssen. „Diese Regel galt und gilt auch im Hamburger Tunnel“, erklärt Norbert Vechtel vom Ordnungsamt. Durchgesetzt wird die Regel nur, wenn Kräfte des Ordnungsamtes dafür sorgen. Im Hamburger Tunnel war das nicht immer die Regel. Die Zuhörer dort bildeten ja im wahrsten Sinne des Wortes auch eher ein Durchgangspublikum.

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