Abschluss des "Neuen Wände" Festivals
Alle zehn Minuten eine andere Künstlergruppe

Münster -

Es begann mit swingiger Big-Band-Musik und endete mit Rock’n’Roll-Tanz, bei dem die Männer ihre Tanzpartnerinnen in die Luft warfen. Beim „Tapetenwechsel“ zeigten die Künstler des Festivals „Neue Wände“ noch einmal eindrucksvoll ihr Können.

Montag, 08.05.2017, 21:05 Uhr

Tänzerinnen des Hochschulsports stellten in ihrem Auftritt den Tagesablauf einer Studentin nach.
Tänzerinnen des Hochschulsports stellten in ihrem Auftritt den Tagesablauf einer Studentin nach. Foto: Sebastian Stachorra

Es war noch kein Wort gesprochen worden, da betrat die Big Band I der Uni Münster unter Leitung von Ansgar Elsner die Bühne im Großen Haus des Stadttheaters. Der „ Tapetenwechsel “ am Sonntagabend war ausverkauft. Mehr als 800 Menschen im Publikum spendeten schon mal Applaus – und wurden anschließend nicht enttäuscht. Die Musiker swingten und zeigten anspruchsvolle Soli.

Auch wenn man manchem Künstler an diesem Abend die Nervosität noch leicht anmerkte, ging alles glatt über die Bühne. Das künstlerische Niveau der Abschlussveranstaltung des „Neue-Wände“-Festivals war durchweg hoch.

Tanz, Klavier, Kabarett, Live-Hörspiel

Das Tanzensemble der Katholischen Studierenden- und Hochschulgemeinde ( KSHG ) zeigte eine Choreografie zu den Klängen eines beherzten Gitarrenspielers, der nicht nur die Saiten zupfte, sondern auch auf dem Instrument klopfte und dazu sang. Leon Jaekel coverte Songs des Klavierkabarettisten Bodo Wartke und imitierte dessen Stimme dabei auch in den Ansagen so echt, dass der Unterschied mit geschlossenen Augen fast nicht mehr auffiel. Die English Drama Group spielte ein Live-Hörspiel über Robin Hood – Gesang, Soundeffekte und Witze inklusive.

Die Zeit zwischen den Auftritten überbrückten der Moderator Thomas Philipzen und die Jongleure des Hochschulsports. Mal verkleidet als Bauarbeiter, dann als Service-Personal der Deutschen Bahn warfen sie sich Keulen, Baustellenhütchen und Cocktailzutaten zu.

Neue Wände: Tapetenwechsel

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  • Tapetenwechsel (16 von 33)

    Bekamen viel Applaus: Die Tänzerinnen des Hochschulsports der Uni Münster ...

    Foto: Sebastian Stachorra
  • "Piano Reloaded" begeisterten unter anderem mit der Titelmelodie von "Game of Thrones".

    Foto: Sebastian Stachorra
  • Foto: Sebastian Stachorra
  • Leon Jaeckel (links) am Flügel mit Moderator Thomas Philipzen.

    Foto: Sebastian Stachorra
  • Die Jongleure des Hochschulsports jonglierten mal als Bauarbeiter und mal als Serviemitarbeiter der Deutschen Bahn.

    Foto: Sebastian Stachorra
  • Die Jongleure des Hochschulsports jonglierten mal als Bauarbeiter und mal als Serviemitarbeiter der Deutschen Bahn.

    Foto: Sebastian Stachorra
  • Foto: Sebastian Stachorra
  • Die Big Band sorgte für Swing und anspruchsvolle Soli.

    Foto: Sebastian Stachorra
  • ... in ihren Choreographien spielten sie den Tagesablauf einer Studentin nach ...

    Foto: Sebastian Stachorra
  • ... und wechselten dafür auch die Kostüme.

    Foto: Sebastian Stachorra
  • Foto: Sebastian Stachorra
  • Moderator Thomas Philipzen führte durchs Programm und sang ein Lied gegen Rassisten.

    Foto: Sebastian Stachorra
  • Auch für Deutsch-Pop war Platz auf der Bühne. Jo Maximilian & Band bei ihrem Auftritt.

    Foto: Sebastian Stachorra
  • "KOA" spielten mehrere Instrumente gleichzeitig. Ihr Sound war trotzdem angenehm weich.

    Foto: Sebastian Stachorra
  • Sorgten für viel Bewegung zum Abschluss: Der Rock'n'Roll Club Münster.

    Foto: Sebastian Stachorra
  • Foto: Sebastian Stachorra

Die Hochschulsport-Tänzerinnen ernten kräftigen Applaus

An diesem Abend hatte jede Gruppe nur zehn Minuten Zeit. Das sorgte für einen kurzweiligen Abend und machte es schwierig, Highlights zu benennen. Der Applaus nach dem Auftritt der Hochschulsport-Tänzerinnen war aber besonders laut.

Ihr Auftritt zeigte einen Tag im Leben einer münsterischen Studentin: vom Hörsaal am Morgen bis zur Party in der Nacht. Dazu zeigten sie gut ausgestaltete Choreografien in unterschiedlichen Tanzstilen und mit schnellen Kostümwechseln.

Game of Thrones Titelmelodie sorgt für Gänsehaut

Auch Piano Reloaded begeisterte das Publikum. Die Münsteraner Daniel Paterok und Peter Asmuth spielten bekannte Melodien auf zwei Klavieren. Den Titelsong der populären Fernsehserie „Game of Thrones“ erkannten aber nicht alle auf Anhieb. Hier und da fragte der eine oder andere Ältere im Publikum die jüngeren Sitznachbarn. Wer die Melodie hingegen erkannte, bekam eine leichte Gänsehaut.

Das Theater Münster in Bildern

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  • montage Foto: Gunnar A. Pier
  • Szene aus "Gloria".

    Foto: Gunnar A. Pier
  • Das Theater um 1956

    Foto: Erwin Schwarzer (Wiesbaden), Städtische Bühnen Münster
  • Götz Alsmann beim Neujahrskonzert am 1. Januar 2017.

    Foto: Gunnar A. Pier
  • Szene aus dem Stück "Gloria"

    Foto: Oliver Berg, Theater Münster
  • Beim 10. Sinfoniekonzert am 5. Juli 2016 im Theater Münster spielen das Sinfonieorchester Münster, das Philharmonische Orchester Hagen, der Konzertchor Münster und die Capella Vocale Münster unter der Leitung von Fabrizio Ventura die Sinfonie Nr.2 c-Moll von Gustav Mahler.

    Foto: Gunnar A. Pier
  • Das Theater von außen.

    Foto: Jürgen Peperhowe
  • Generalmusikdirektor Golo Berg.

    Foto: Gunnar A. Pier
  • Am 30. März 2013 ist der Sänger Tim Fischer mit seinem Programm "Zarah ohne Kleid" zu Gast im Großen Haus des Theaters Münster.

    Foto: Gunnar A. Pier
  • Podiumsdiskussion am 29. April 2013 im Kleinen Haus des Theaters Münster zum Auftakt der Diskussionsreihe "Wie viel Kultur braucht eine Stadt - und wozu?" (von links): Kathrin Tiedemann (Künstlerische Leiterin und Geschäftsführerin des Forum Freies Theater, Düsseldorf), Prof. Dr. Ulrike Haß (Geschäftsführende Direktorin des Instituts für Theaterwissenschaft,
    Ruhr-Universität Bochum), Prof. Ulrich Khuon (Intendant des Deutschen Theaters Berlin/Vorsitzender der Intendantengruppe im Deutschen Bühnenverein), Stefan Keim (Westdeutscher Rundfunk/WDR, Köln), Dr. Hans-Georg Küppers (Kulturreferent der Stadt München/Vorsitzender des Kulturausschusses des Deutschen Städtetags), Matthias Lückertz (Vorsitzender der Kaufmannschaft Münster/Vorsitzender der »Initiative Starke Innenstadt Münster e.V.«) und Prof. Dr. Dr. Thomas Sternberg (Direktor der Katholisch-sozialen Akademie Franz Hitze Haus, Münster/ MDL).

    Foto: Gunnar A. Pier
  • Am 20. Mai 2013 geben Ulrich Tukur & Die Rhythmus Boys ein Konzert im Theater Münster, Großes Haus. Das Programm trägt den Titel "Musik für schwache Stunden...".

    Foto: Gunnar A. Pier
  • Der damalige Generalmusikdirektor Fabrizio Ventura beim Neujahrskonzert am 1. Januar 2015.

    Foto: Gunnar A. Pier
  • Neujahrskonzert am 1. Januar 2015 mit Götz Alsmann und der Alsmann-Band, der Sopranistin Henrike Jacob, Fabrizio Ventura und dem Sinfonieorchester der Stadt Münster im Theater Münster / Großes Haus.

    Foto: Gunnar A. Pier
  • Neujahrskonzert am 1. Januar 2015 mit Götz Alsmann und der Alsmann-Band, der Sopranistin Henrike Jacob, Fabrizio Ventura und dem Sinfonieorchester der Stadt Münster im Theater Münster / Großes Haus.

    Foto: Gunnar A. Pier
  • Am 22. Oktober 2015 ist Frank Goosen mit dem Programm "Durst und Heimweh - Geschichten von unterwegs" zu Gast im Kleinen Haus des Theater Münster.

    Foto: Gunnar A. Pier
  • Am 24. Oktober 2015 ist Ulrike Kriener mit dem Programm "Und wenn es Liebe wär'..." im Kleinen Haus des Theaters Münster zu Gast.

    Foto: Gunnar A. Pier
  • Nur noch Formsache waren im August 2015 die Unterschriften unter dem Vertrag: Bis Ende der Spielzeit 2021/22 bleibt Dr. Ulrich Peters (l.) Generalintendant in Münster. 

    Foto: Presseamt Münster/ MünsterView / Witte
  • Beim 10. Sinfoniekonzert am 5. Juli 2016 im Theater Münster spielen das Sinfonieorchester Münster, das Philharmonische Orchester Hagen, der Konzertchor Münster und die Capella Vocale Münster unter der Leitung von Fabrizio Ventura die Sinfonie Nr.2 c-Moll von Gustav Mahler.

    Foto: Gunnar A. Pier
  • Beim 10. Sinfoniekonzert am 5. Juli 2016 im Theater Münster spielen das Sinfonieorchester Münster, das Philharmonische Orchester Hagen, der Konzertchor Münster und die Capella Vocale Münster unter der Leitung von Fabrizio Ventura die Sinfonie Nr.2 c-Moll von Gustav Mahler.

    Foto: Gunnar A. Pier
  • Der damalige Generalmusikdirektor Fabrizio Ventura beim Neujahrskonzert am 1. Januar 2017.

    Foto: Gunnar A. Pier
  • Der damalige Generalmusikdirektor Fabrizio Ventura beim Neujahrskonzert am 1. Januar 2017.

    Foto: Gunnar A. Pier
  • Das Gebäude bei Nacht im Februar 2017.

    Foto: Gunnar A. Pier
  • Das Gebäude bei Nacht im Februar 2017.

    Foto: Gunnar A. Pier
  • Robert Atzorn liest mit Angelika Atzorn "Arthur und Adele", Kleines Haus im Theater Münster am 10. Februar 2017.

    Foto: Gunnar A. Pier
  • Thorsten Schmid-Kapfenburg, 2. Kapellmeister am Theater Münster,

    Foto: Gunnar A. Pier
  • Dr. Ulrich Peters beim Pressegespräch im Theater Münster am 1. März 2017.

    Foto: Gunnar A. Pier
  • Pressegespräch im Theater Münster am 1. März 2017. Hintere Reihe v.l. Intendant Dr. Ulrich Peters, Schauspieldirektor Frank Behnke, Julia Dina Hesse (Leiterin Junges Theater), Generalmusikdirektor Golo Berg (ab Saison 2017/18)
    Vordere Reihe v. l. Hans Henning Paar (Künstlerischer Leiter Tanztheater), Verwaltungsdirektorin Rita Feldmann, Operndirektorin Susanne Ablass

    Foto: Gunnar A. Pier
  • Stefan Veselka, 1. Kapellmeister am Theater Münster

    Foto: Gunnar A. Pier
  • Das Gebäude um 1956.

    Foto: © Stadtmuseum Münster, Sammlung Heller
  • Linn Sanders (oben), Bálint Tóth, Carolin Wirth in "Ronja Räubertochter".

    Foto: Oliver Berg, Theater Münster
  • Claudia Hübschmann, Linn Sanders, Andrea Spicher in "Demut vor deinen Taten, Baby".

    Foto: Oliver Berg, Theater Münster
  • Ilja Harjes und Hubertus Hartmann in "La Révolution #1 - Wir schaffen das schon".

    Foto: Oliver Berg, Theater Münster
  • Christian Bo Salle und Bálint Tóth, Statisterie in "La Révolution #1 - Wir schaffen das schon".

    Foto: Oliver Berg, Theater Münster
  • Mirko Roschkowski, Gregor Dalal und Sebastian Campione in "Der Freischütz".

    Foto: Oliver Berg, Theater Münster
  • Foto: Jürgen Peperhowe
  • Foto: Oliver Berg
  • Foto: Oliver Berg
  • Maria Bayarri Pérez und Keelan Whitmore in "Back, Immortalis".

    Foto: Oliver Berg, Theater Münster

„Das Festival funktioniert nach dem Prinzip der selbsterfüllenden Prophezeiung“, erklärte Klaus Baumeister, Initiator des studentischen Kulturmarathons. „Wir sagen den Studierenden: Wir glauben, dass ihr es schafft, drei Tage lang das Theater zu rocken. Und dann machen sie das.“ Nach drei Stunden Programm auf der Bühne liefen die Namen aller Beteiligten noch einmal über die Leinwand. Mehr als 600 Künstler haben das Festival an diesem Wochenende gestaltet. Beim Tapetenwechsel haben sie den Erfolg der „Neuen Wände“ noch einmal eindrucksvoll unterstrichen.

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