Deutschlands größtes Festival der Hochschulkultur
Neue Wände – ein voller Erfolg

Münster -

630 Akteure, Tausende von Besuchern. Die Neuen Wände mit studentischer Kultur waren am Wochenende ein Hit.

Montag, 08.05.2017, 07:05 Uhr

Hinten der Hörsaal, vorne die fetzigen Tänzerinnen der Jazz- und Hip-Hop-Tanzgruppen am HSP. Auf der großen Bühne ist für alle Platz.
Hinten der Hörsaal, vorne die fetzigen Tänzerinnen der Jazz- und Hip-Hop-Tanzgruppen am HSP. Auf der großen Bühne ist für alle Platz. Foto: Günter Benning

Jürgen Holzmann ist der Mann im Dunkel. Dutzende kleiner Regler liegen vor ihm, auf Bildschirmen zuckt es, wenn im Großen Saal des Theaters Münster jemand hustet. „Einfacher“, sagt der Tonmeister, „ist es, wenn alles genau geplant ist. Aber das hier ist spannend.“

Drei Tage „Neue Wände“ im Kulturtempel der Stadt. 630 studentische Akteure zeigen, dass Studieren und Kreativität sich nicht ausschließen. Das Publikum ist begeistert, wie am Sonntagmittag. zur besten High-Noon-Zeit ist das große Haus bis auf den letzten Platz gefüllt. 200 Musiker, Sänger und Orchester, donnern Carl Orffs Carmina Burana – ein Stück für Gänsehäute.

Studentische Kultur im Theater Münster

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    Brass Band.

    Foto: Günter Benning
  • Hinter der Kulissen -- im Tonstudio.

    Foto: Günter Benning
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  • Foto: Günter Benning
  • Die Brass Band.

    Foto: Günter Benning
  • Foto: Günter Benning
  • Foto: Günter Benning
  • Impro-Theater.

    Foto: Günter Benning
  • Zahlreiche Tanzgruppen traten auf.

    Foto: Günter Benning
  • Zahlreiche Tanzgruppen traten auf.

    Foto: Günter Benning
  • Zahlreiche Tanzgruppen traten auf.

    Foto: Günter Benning
  • Zahlreiche Tanzgruppen traten auf.

    Foto: Günter Benning
  • Zahlreiche Tanzgruppen traten auf.

    Foto: Günter Benning
  • Zahlreiche Tanzgruppen traten auf.

    Foto: Günter Benning
  • Zahlreiche Tanzgruppen traten auf.

    Foto: Günter Benning
  • Foto: Günter Benning
  • Zahlreiche Tanzgruppen traten auf.

    Foto: Günter Benning
  • Foto: Günter Benning
  • Foto: Günter Benning
  • Foto: Günter Benning
  • Foto: Günter Benning
  • Foto: Günter Benning
  • Foto: Günter Benning
  • Foto: Günter Benning
  • Foto: Günter Benning
  • Foto: Günter Benning
  • Foto: Günter Benning
  • Foto: Günter Benning
  • Foto: Günter Benning
  • Foto: Günter Benning
  • Foto: Günter Benning
  • Die Carmina Burana wurde am Sonntagmorgen im Großen Haus aufgeführt.

    Foto: Günter Benning

„Ihr stellt den Beton und die Bühne, wir stellen das Inventar“, hatte Uni-Rektor Prof. Dr. Johannes Wessels beim Eröffnungsevent am Samstagnachmittag Oberbürgermeister Markus Lewe zugerufen. Der wiederum sparte nicht mit Lob. „Das wird ein Kracher“, sagte er, „eine schräge Welt, eine spannende Welt, einfach studentische Hochkultur.“

Diese Hochkultur spazierte ziemlich selbstbewusst auf die große Bühne. Vor den Projektionen großer Hörsäle und des Prinzipalmarktes brachten Tanzensembles des Hochschulsports den Saal zum Kochen. Die Indie-Folk-Gruppe KOA versetzte in die irritierte Befindlichkeit der neuen Generation.

Draußen vor der Tür sorgte das „Neue Wände-Team“ dafür, dass jeder dort ankam, wo er auftreten sollte. „Das sind hier Katakomben“, sagte Helferin Marie Dins. Sie und Sophie Baumeister übernahmen hinter der Bühne die Verkehrslenkung: „Da haben sich tatsächlich auch schon welche verlaufen.“

Die meisten Künstler kamen allerdings pünktlich an. Wie Peter Asmuth, der mit Daniel Paterok am Samstagabend die Klaviershow Piano Reloaded gab. „Genial. Das ist eine tolle Möglichkeit“, sagt der angehende Lehrer, „so ein großes Theater hat einfach seine eigene Atmosphäre.“

Neue Wände – zum dritten Mal

Das Festival Neue Wände findet bereits zum dritten Mal statt. Ursprünglich initiert von Klaus Baumeister, Redakteur dieser Zeitung, koordiniert ein Team das Event mit über 600 Teilnehmern. Dazu gehören: Dr. Ortwin Lämke (Leiter der Studiobühne),

Dr. Walter Lindenbaum (Institut fur Musikpädagogik), Beate Reker (Gesamtleitung), Hans Salomon (Technischer Leiter), Matthias Hirzel (Tontechnik)

Andrea Waterkamp (Organisation, Öffentlichkeitsarbeit), Denise Rietig (Organisation, Texte).

...

Und selten gibt es Kultur im Theater in solch einer Breite. Am Sonntagnachmittag kombinierte die Schule für Modemacher Modenschau, Lesung und Theater. Der Debattierclub der Uni und die „improschule“ verbändelten Wissenschaft und Improtheater.

Das Theater Münster in Bildern

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  • montage Foto: Gunnar A. Pier
  • Szene aus "Gloria".

    Foto: Gunnar A. Pier
  • Das Theater um 1956

    Foto: Erwin Schwarzer (Wiesbaden), Städtische Bühnen Münster
  • Götz Alsmann beim Neujahrskonzert am 1. Januar 2017.

    Foto: Gunnar A. Pier
  • Szene aus dem Stück "Gloria"

    Foto: Oliver Berg, Theater Münster
  • Beim 10. Sinfoniekonzert am 5. Juli 2016 im Theater Münster spielen das Sinfonieorchester Münster, das Philharmonische Orchester Hagen, der Konzertchor Münster und die Capella Vocale Münster unter der Leitung von Fabrizio Ventura die Sinfonie Nr.2 c-Moll von Gustav Mahler.

    Foto: Gunnar A. Pier
  • Das Theater von außen.

    Foto: Jürgen Peperhowe
  • Generalmusikdirektor Golo Berg.

    Foto: Gunnar A. Pier
  • Am 30. März 2013 ist der Sänger Tim Fischer mit seinem Programm "Zarah ohne Kleid" zu Gast im Großen Haus des Theaters Münster.

    Foto: Gunnar A. Pier
  • Podiumsdiskussion am 29. April 2013 im Kleinen Haus des Theaters Münster zum Auftakt der Diskussionsreihe "Wie viel Kultur braucht eine Stadt - und wozu?" (von links): Kathrin Tiedemann (Künstlerische Leiterin und Geschäftsführerin des Forum Freies Theater, Düsseldorf), Prof. Dr. Ulrike Haß (Geschäftsführende Direktorin des Instituts für Theaterwissenschaft,
    Ruhr-Universität Bochum), Prof. Ulrich Khuon (Intendant des Deutschen Theaters Berlin/Vorsitzender der Intendantengruppe im Deutschen Bühnenverein), Stefan Keim (Westdeutscher Rundfunk/WDR, Köln), Dr. Hans-Georg Küppers (Kulturreferent der Stadt München/Vorsitzender des Kulturausschusses des Deutschen Städtetags), Matthias Lückertz (Vorsitzender der Kaufmannschaft Münster/Vorsitzender der »Initiative Starke Innenstadt Münster e.V.«) und Prof. Dr. Dr. Thomas Sternberg (Direktor der Katholisch-sozialen Akademie Franz Hitze Haus, Münster/ MDL).

    Foto: Gunnar A. Pier
  • Am 20. Mai 2013 geben Ulrich Tukur & Die Rhythmus Boys ein Konzert im Theater Münster, Großes Haus. Das Programm trägt den Titel "Musik für schwache Stunden...".

    Foto: Gunnar A. Pier
  • Der damalige Generalmusikdirektor Fabrizio Ventura beim Neujahrskonzert am 1. Januar 2015.

    Foto: Gunnar A. Pier
  • Neujahrskonzert am 1. Januar 2015 mit Götz Alsmann und der Alsmann-Band, der Sopranistin Henrike Jacob, Fabrizio Ventura und dem Sinfonieorchester der Stadt Münster im Theater Münster / Großes Haus.

    Foto: Gunnar A. Pier
  • Neujahrskonzert am 1. Januar 2015 mit Götz Alsmann und der Alsmann-Band, der Sopranistin Henrike Jacob, Fabrizio Ventura und dem Sinfonieorchester der Stadt Münster im Theater Münster / Großes Haus.

    Foto: Gunnar A. Pier
  • Am 22. Oktober 2015 ist Frank Goosen mit dem Programm "Durst und Heimweh - Geschichten von unterwegs" zu Gast im Kleinen Haus des Theater Münster.

    Foto: Gunnar A. Pier
  • Am 24. Oktober 2015 ist Ulrike Kriener mit dem Programm "Und wenn es Liebe wär'..." im Kleinen Haus des Theaters Münster zu Gast.

    Foto: Gunnar A. Pier
  • Nur noch Formsache waren im August 2015 die Unterschriften unter dem Vertrag: Bis Ende der Spielzeit 2021/22 bleibt Dr. Ulrich Peters (l.) Generalintendant in Münster. 

    Foto: Presseamt Münster/ MünsterView / Witte
  • Beim 10. Sinfoniekonzert am 5. Juli 2016 im Theater Münster spielen das Sinfonieorchester Münster, das Philharmonische Orchester Hagen, der Konzertchor Münster und die Capella Vocale Münster unter der Leitung von Fabrizio Ventura die Sinfonie Nr.2 c-Moll von Gustav Mahler.

    Foto: Gunnar A. Pier
  • Beim 10. Sinfoniekonzert am 5. Juli 2016 im Theater Münster spielen das Sinfonieorchester Münster, das Philharmonische Orchester Hagen, der Konzertchor Münster und die Capella Vocale Münster unter der Leitung von Fabrizio Ventura die Sinfonie Nr.2 c-Moll von Gustav Mahler.

    Foto: Gunnar A. Pier
  • Der damalige Generalmusikdirektor Fabrizio Ventura beim Neujahrskonzert am 1. Januar 2017.

    Foto: Gunnar A. Pier
  • Der damalige Generalmusikdirektor Fabrizio Ventura beim Neujahrskonzert am 1. Januar 2017.

    Foto: Gunnar A. Pier
  • Das Gebäude bei Nacht im Februar 2017.

    Foto: Gunnar A. Pier
  • Das Gebäude bei Nacht im Februar 2017.

    Foto: Gunnar A. Pier
  • Robert Atzorn liest mit Angelika Atzorn "Arthur und Adele", Kleines Haus im Theater Münster am 10. Februar 2017.

    Foto: Gunnar A. Pier
  • Thorsten Schmid-Kapfenburg, 2. Kapellmeister am Theater Münster,

    Foto: Gunnar A. Pier
  • Dr. Ulrich Peters beim Pressegespräch im Theater Münster am 1. März 2017.

    Foto: Gunnar A. Pier
  • Pressegespräch im Theater Münster am 1. März 2017. Hintere Reihe v.l. Intendant Dr. Ulrich Peters, Schauspieldirektor Frank Behnke, Julia Dina Hesse (Leiterin Junges Theater), Generalmusikdirektor Golo Berg (ab Saison 2017/18)
    Vordere Reihe v. l. Hans Henning Paar (Künstlerischer Leiter Tanztheater), Verwaltungsdirektorin Rita Feldmann, Operndirektorin Susanne Ablass

    Foto: Gunnar A. Pier
  • Stefan Veselka, 1. Kapellmeister am Theater Münster

    Foto: Gunnar A. Pier
  • Das Gebäude um 1956.

    Foto: © Stadtmuseum Münster, Sammlung Heller
  • Linn Sanders (oben), Bálint Tóth, Carolin Wirth in "Ronja Räubertochter".

    Foto: Oliver Berg, Theater Münster
  • Claudia Hübschmann, Linn Sanders, Andrea Spicher in "Demut vor deinen Taten, Baby".

    Foto: Oliver Berg, Theater Münster
  • Ilja Harjes und Hubertus Hartmann in "La Révolution #1 - Wir schaffen das schon".

    Foto: Oliver Berg, Theater Münster
  • Christian Bo Salle und Bálint Tóth, Statisterie in "La Révolution #1 - Wir schaffen das schon".

    Foto: Oliver Berg, Theater Münster
  • Mirko Roschkowski, Gregor Dalal und Sebastian Campione in "Der Freischütz".

    Foto: Oliver Berg, Theater Münster
  • Foto: Jürgen Peperhowe
  • Foto: Oliver Berg
  • Foto: Oliver Berg
  • Maria Bayarri Pérez und Keelan Whitmore in "Back, Immortalis".

    Foto: Oliver Berg, Theater Münster

Zahlreiche Konzerte am Samstagabend wechselten an zwei Spielorten – zwischen Indie und Jazz, Klassik und Soul. Genre-Grenzen gab es keine. Wie sagte doch Uni-Rektor Wessels: „Das ist hier hoch professionell. Aber die Studenten machen das, weil es Spaß macht.“

Auch der Lehrkörper war aktiv. Prof. Dr. Uwe Kanning (blauer Anzug, Fliege) stellte sich dem Powerpoint-Karaoke. Er musste reden, aber das Thema bestimmte das Publikum. Schimmerlos – aber gut gemacht.

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Warm-up im Großen Haus des Theaters Münster: Mit einem Science Slam bei ausgelassener Stimmung startete am Freitagabend das studentische Kulturfestivalfestival „Neue Wände“.

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