Semesterbeiträge
Münster im Mittelfeld

Düsseldorf -

Trotz deutlich gestiegener Semesterbeiträge liegt die Belastung für Studierende der Universität Münster mit zuletzt 266,37 Euro im vergangenen Wintersemester im landesweiten Mittelfeld.

Donnerstag, 06.04.2017, 21:04 Uhr

Münster Schloss. Foto: Oliver Werner
Fürstbischöfliches Schloss Münster. Foto: Oliver Werner

Sieben Jahre zuvor hatte der Beitrag noch bei 190,64 Euro gelegen. Zum Vergleich: In Dortmund sind es gut vier Euro weniger, an der Uni Bielefeld neun Euro mehr.

Ruhr-Uni Bochum erhebt den höchsten Beitrag

Wie aus einer am Donnerstag veröffentlichten Aufstellung von Wissenschaftsministerin Svenja Schulze auf FDP-Anfrage hervorgeht, zahlen Studierende an der RWTH Aachen mit 244,75 Euro den niedrigsten Satz, die Ruhr-Uni Bochum erhebt den höchsten Beitrag mit 303,04 Euro. Etwa zwei Drittel der Beiträge fließen ins Semesterticket für den öffentlichen Nahverkehr.

Das Mittelfeld

Ebenfalls im Mittelfeld liegt der Semesterbeitrag an der Fachhochschule Münster mit 259,54 Euro (2009: 152,17). In Hamm-Lippstadt liegt er fast drei Euro drunter, in Iserlohn mit 220,40 Euro am niedrigsten. Die FH Bochum liegt mit 303,22 Euro an der Spitze, mit einem Euro Abstand folgt Gelsenkirchen.

Unter den Kunst- und Musikhochschulen ist die Kunstakademie Münster mit 260 Euro (2009: 190) Semesterbeitrag die günstigste.

 

Studentenklischees

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    „In unserem Studiengang sind überwiegend Mädels“, geben die Pädagogik-Studentinnen Melina Leser und Lena Nau zu. „Die Jungs kenne ich alle“, berichtet Lena Nau, die schon im Master studiert. Die beiden Freundinnen sind sich einig: Es gibt nicht den typischen Erziehungswissenschaftler: „Die laufen rum, wie alle anderen auch: Dutt, enge Jeans – Mainstream eben“, findet Melina Leser, die sich im dritten Bachelorsemester befindet.

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  • Unauffällig, Frauenfach und Faulenzer? „Oft bezeichnet man uns Pädagogen als die Faulen oder auch als die Muttis“, lacht Lena Nau. Dadurch, dass das Fach von Frauen dominiert wird, erklärt sich auch das Pädagogik-Studentinnen-Klischee: „Kinder sind doch so süß, deswegen studiere ich das“. Laut Lena Nau denken immer noch viele so, „aber wer einmal in einer unserer Vorlesungen war, der weiß, dass das durchaus mehr ist.“

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  • Bei dem Wort Jura, als anspruchsvolles Studium bekannt, denken viele sofort an Aktentasche, Förmlichkeit und steifes Auftreten.  Ines Mittermeier und Jonas Bamberger bestätigen: „Ja, das Juraklischee von Poloshirt und Segelschuhen stimmt schon. Das passt zu etwa 50 Prozent in unserem Studiengang“. Sie haben gerade das erste Staatsexamen in ihrem Jurastudium erreicht und kennen sich mittlerweile gut aus, was diese Vorurteile angeht.

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  • Doch auch wenn sie diese  teilweise bestätigt sehen, so gibt es auch hier viele Ausnahmen: „Wenn bei uns auch niemand in Jogginghose im Hörsaal sitzt, so gibt es doch trotzdem Leute mit Dreadlocks und lässigerem Kleidungsstil.“ Obwohl es hier keine offizielle Kleiderordnung gebe, fänden sich manche Klischees mit 50-prozentiger Trefferquote doch bestätigt.

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  • Thomas Günther studiert evangelische Theologie und Französisch im Zwei-Fach- Bachelor. Klischees findet er schwierig einzuschätzen, denn gerade auf Studierende der Sprachwissenschaften würden keine einschlägigen Kategorien zutreffen: „Rein äußerlich sind die kaum von anderen zu unterscheiden.“

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  • Was Äußerlichkeiten betrifft, so erkenne man einen Volltheologen hauptsächlich am Kleidungsstil, so Günther: „Die meisten kleiden sich locker und achten wenig auf ihr überzeugendes Äußeres wie Lehramtsstudenten. Man könnte die zwei Rubriken Fachwissenschaftler und Praktiker schaffen, aber das stimmt natürlich auch nie zu 100 Prozent.“

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  • Untereinander ist das Verhältnis allerdings nicht diskriminierend. Im Gegenteil, beide Gruppen gehen entspannt mit den Klischees um: „Die einen blicken lächelnd auf die anderen sowie andersherum.“

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  • Dem Studienfach Mathematik haftet ein ganz eigener Ruf an: „Viele Menschen denken, dass Mathematikstudenten stille, unscheinbare Einzelgänger sind und wenig Sozialleben haben“, so Dinah Heilmann. Dabei sei das völlig fern der Wirklichkeit, denn „gerade in Mathematik ist Gruppenarbeit das A und O“. Als Studentin im sechsten Bachelorsemester ist sie schon so manchen Vorurteilen begegnet.

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  • So auch dem Klassiker, dass Mathematik ein typisches Männerfach sei. „Klar, die Frauenquote ist hier nicht so hoch“, lacht sie. Mit dem Vorurteil, dass Jungen schon seit Schulzeiten mehr mathematisches Verständnis haben, werde allerdings schon im ersten Semester aufgeräumt. Eine Überraschung hat sie desweilen noch parat: „Was eigentlich niemand vermutet, wir bestreiten ganz altmodisch jede Vorlesung mit Tafel und Kreide.“

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  • Laut Carolin Klapperich, Studentin im zweiten Bachelorsemester, halten sich so manche Klischees über das Studium des Grundschullehramtes hartnäckig. „Viele denken, dass wir den ganzen Tag nur Mandalas malen und mit Buntstiften durch die Gegend laufen, so ein Quatsch“, sagt Klapperich.

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  • Von anderen Studierenden, die das Fach für wenig anspruchsvoll halten, werden sie häufig nicht ganz ernst genommen. Gerade angehende Gymnasiallehrer belächeln sie gerne. Die Unterstellung, dass sie „in Mathematik nur das kleine Einmaleins wiederholen“, bekomme sie immer wieder zu hören. „Auch wenn viele meinen, dass das mit links zu schaffen ist, ist unser Studium alles andere als einfach. Der Fokus liegt eben mehr auf Didaktik.“

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