Neue Fernwärmeleitung
Zehn Jahre Baustelle

Münster -

Am Ring steht ein Großprojekt an. Eine neue Fernwärmeleitung wird verlegt. Die Arbeiten werden wohl ein Jahrzehnt dauern. Der Verkehr soll allerdings wie gewohnt weiterfließen.

Dienstag, 28.02.2017, 19:02 Uhr

So sehen die Rohre der neuen Fernwärmeleitung aus – zu besichtigen im Stadthafen. Von hier aus werden sie in den kommenden Jahren bis zur Ostmarkstraße verlegt.
So sehen die Rohre der neuen Fernwärmeleitung aus – zu besichtigen im Stadthafen. Von hier aus werden sie in den kommenden Jahren bis zur Ostmarkstraße verlegt. Foto: hpe

Im Mai sollen die Bauarbeiten für die neue Fernwärmeleitung am Hansaring starten – und ein Ende ist danach nicht so schnell abzusehen. „Zehn Jahre, ohne Unterbrechung“ – so fasste Gerhard Joksch (Grüne) am Dienstagabend im Bauausschuss den Bericht von Stadtwerke-Mitarbeiter Mathias Kümper über das bevorstehende Großprojekt zusammen.

Vom Hansaring wird die Baustelle in der nächsten Dekade bis zur Ostmarkstraße wandern – die Verkehrsbehinderungen sollen sich allerdings in Grenzen halten, so Kümper. Ziel sei es, dass der Ring auch während der Bauphasen in beide Richtungen befahren werden kann. Und auch Fußgänger und Radfahrer sollen nicht verdrängt werden, ihnen steht lediglich etwas weniger Platz zur Verfügung.

Zum Zeitplan: Voraussichtlich im Mai geht es zwischen Schillerstraße und Penny-Markt (Hansaring) los. Diese Arbeiten sollen Ende 2017 abgeschlossen sein. Der nächste Bauabschnitt folgt dann im kommenden Jahr, der Beginn ist für Februar oder März 2018 geplant. Dann soll die Leitung zwischen Emdener und Dortmunder Straße verlegt werden. Zwei alte Platanen müssen gefällt werden, so Kümper. Die Maßnahme sei vom Grünflächenamt abgesegnet worden.

Noch im Laufe dieses Jahres sollen die Planungen für die weiteren Streckenabschnitt – vorbei am Franziskus-Hospital bis zur Ostmarkstraße – stehen. Details liegen noch nicht vor, sagte Kümper.

Die Mitglieder des Ausschusses hatten viele Fragen. Ob man den Baufahrzeugen vom Stroetmann-Gelände ins Gehege kommen würde? Das Nebeneinander sei gut abgestimmt, beide Projekte werden von den gleichen Planern betreut, so Mathias Kümper. Ob man die Leitungen nicht unterirdisch hätte verlegen können? Nein, dafür wäre die Baugrube zu groß geworden. Nebenbei: Schon so werden die Stadtwerke die Straße auf einer Breite von 3,50 Metern Breite aufreißen. Und: Ob man nicht die Bäume hätte erhalten können? Nein, so Kümper, es sei „unumgänglich“, die Platanen zu fällen. Die alten Leitungen bleiben übrigens im Boden – die neuen werden einfach daneben gelegt, zusammen mit neuen Glasfaserkabeln.

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