„Wirksamer Schutz“ gegen Terror-Fahrten Versenkbare Poller sollen die Innenstadt schützen

Münster -

Nach den Terroranschlägen mit Lkw von Nizza und Berlin müssen die Zufahrten bei Großveranstaltungen gesperrt werden. Ordnungsdezernent Wolfgang Heuer schlägt vor, versenkbare Poller an wichtigen Straßen und Plätzen zu installieren.

Von Ralf Repöhler
So wie bereits am Domplatz sollen versenkbare Poller die großen Plätze in der Innenstadt schützen.
So wie bereits am Domplatz sollen versenkbare Poller die großen Plätze in der Innenstadt schützen. Foto: Oliver Werner

In anderen Städten wie Leipzig gehören versenkbare Poller längst zum Straßenbild. Münsters Ordnungsdezernent Wolfgang Heuer setzt sich in Zeiten des Terrors dafür ein, sie an wichtigen Zufahrtsstraßen fest zu installieren, um die Innenstadt vor möglichen Amokfahrten zu schützen.

„Die Poller bieten wirksamen Schutz, indem sie die Durchfahrt von Fahrzeugen verhindern, und passen ins Stadtbild“, plädiert Heuer für eine dauerhafte Lösung. Und: Man könnte sie bei den unterschiedlichsten Veranstaltungsformaten einsetzen.

Heuer schwebt vor, solche Standorte in den Blick zu nehmen, die in der Nachbarschaft oder in einer Straßenverlängerung von Plätzen stehen, auf denen Großveranstaltungen stattfinden. Das sind vor allem der Domplatz, Prinzipalmarkt und Schlossplatz. Zusätzlich wären Poller an den Zugängen zu Fußgängerzonen wie zum Beispiel der Ludgeristraße oder Salzstraße eine gute Option. Bislang gibt es versenkbare Poller am Domplatz und vor dem Schloss.

Heuer regt an, dass sich die Politik im Frühjahr mit dem Verwaltungsvorschlag beschäftigt. Mögliche Kosten sind noch nicht beziffert.

Ob Stadtfest, Send oder Hansemahl – nach den Terroranschlägen von Nizza und Berlin, bei denen Lkw in Menschenmengen fuhren, müssen die Zufahrten bei Großveranstaltungen gesperrt werden. So lautet die Empfehlung der Polizei in den Sicherheitskonzepten.

Beim Weihnachtsmarkt sorgten Busse dafür, dass Lkw nicht über die angrenzenden Straßen bis zu den Buden kommen konnten. Beim Rosenmontagszug streitet sich der Bürgerausschuss Münsterscher Karneval gerade mit der Stadt und Polizei darüber, wer die Kosten für die empfohlenen Straßensperren trägt.

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