„Planungswerkstatt 2030“ 2000 neue Wohnungen pro Jahr

Münster -

Es ist „nur“ ein Bericht, aber einer, der dauerhaft das Leben in Münster verändern dürfte. Das Stadtplanungsamt hat einen ersten Bericht zur „Planungswerkstatt 2030“ vorgelegt. 

Von Klaus Baumeister
Rund 2000 Wohnungen pro Jahr sollen künftig errichtet werden, 750 davon durch Nachverdichtung in bestehenden Quartieren. 
Rund 2000 Wohnungen pro Jahr sollen künftig errichtet werden, 750 davon durch Nachverdichtung in bestehenden Quartieren.  Foto: Oliver Werner

Dieses Fachgremium, das auf Anregung der FDP-Ratsfraktion zurückgeht, soll Eckwerte für die künftige Planung von Wohnquartieren vorlegen. Bekanntlich leidet Münster angesichts der Zuwanderung unter einer Wohnungsnot. Der Bericht, der abschließend in der Sitzung des Planungsausschusses am 2. Februar beraten werden soll, hat folgende Eckpunkte:

► Rund 2000 Wohnungen pro Jahr sollen künftig errichtet werden, 750 davon durch Nachverdichtung in bestehenden Quartieren, 1250 Wohnungen in neuen Baugebieten.

► Der Standardwert für die Wohndichte wird auf 55 bis 65 Wohneinheiten je Hektar festgelegt. Insbesondere in den Außenstadtteilen liegt er derzeit häufig nur bei 25 bis 30 Wohneinheiten. Sprich: Es wird deutlich dichter gebaut.

► Ein komplett neuer Stadtteil ist aktuell nicht geplant. Vielmehr soll es „großflächige Stadtteilerweiterungen“ geben.

► Standorte sollen bis Ende des Jahres 2017 vorliegen, eine intensive Bürgerbeteiligung ist vorgesehen.

Die Fraktionschefin Carola Möllemann-Appelhoff erklärte für die FDP , dass der jetzt vorgelegte Fahrplan viele schwerwiegende Entscheidungen erforderlich mache. „2017 ist für den Rat ein ambitioniertes Jahr.“

Neue Wohnungen

Wie dicht wohnen die Münsteraner? Ein Blick auf die künftigen Wohngebiete .

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