Ausbau der Umgehungsstraße „Einiges an Zumutungen“ in den nächsten fünf Jahren

Münster -

An der Warendorfer Straße wird bereits kräftig gerodet, alte Hütten verschwinden. Dort wird die Umgehungsstraße in Richtung Mariendorf verlängert, zusätzlich wird die B 51 in Höhe Mauritz vierspurig. Bei einer Infoveranstaltung wurde klar: Auf die Bevölkerung kommt in den nächsten fünf Jahren „einiges an Zumutungen zu“.

Von Helmut P. Etzkorn
Die letzten Holzhütten an der Warendorfer Straße vor der „Brücke Umgehungstraße“ werden abgerissen. Hier entsteht die neue „Spinne“, die die alte B 51 und die neue B 461n durch Mariendorf in Richtung Schifffahrter Damm verbinden wird.
Die letzten Holzhütten an der Warendorfer Straße vor der „Brücke Umgehungstraße“ werden abgerissen. Hier entsteht die neue „Spinne“, die die alte B 51 und die neue B 461n durch Mariendorf in Richtung Schifffahrter Damm verbinden wird. Foto: hpe

Entlang der Warendorfer Straße , kurz hinter der „Brücke Umgehung“, reißen die Bagger seit Mitte der Woche die letzten Hütten einer ehemaligen Gartensiedlung ab. Gleichzeitig werden zahlreiche Bäume gefällt: Die Vorarbeiten für Münsters neue „Spinne“ haben begonnen. Ab 2018 wird dort am Verkehrsknotenpunkt die Rampenbrücke für die Verlängerung der Umgehungsstraße quer durch Mariendorf hin zum Schifffahrter Damm gebaut.

Auch die Umgehung B 51 in Mauritz wird vierspurig erweitert, und insgesamt 42 Brücken, Unterführungen, Tröge und Regenrückhaltebecken müssen neu gebaut werden. Darum kommt auf die Bevölkerung in den nächsten fünf Jahren „einiges an Zumutungen zu“, so Manfred Ransmann, Münsterland-Chef vom Landesbetrieb Straßenbau, bei einer Infoveranstaltung für die Bürger im Mauritz-Viertel.

Neue Brücken an Wolbecker und Warendorfer Straße

Eng wird es ab 2017 zunächst im Bereich Wolbecker Straße/Umgehung. Dort wird eine Behelfsbrücke über die Umgehung gelegt, ehe die alte Überführung abgerissen und durch einen Neubau ersetzt wird. Die neuen Zufahrten zur Umgehung sind im Bau, in Richtung A 43 stehen die Betonfundamente für die „holländischen Rampen“.

Auf der Behelfsbrücke Wolbecker Straße werden sich Radler und Fußgänger eine Spur teilen müssen, Autofahrer bekommen eine zusätzliche Linksabbiegespur aus Richtung stadteinwärts auf die Umgehung Richtung Autobahn.

Parallel dazu entsteht das neue Brückenbauwerk über die Warendorfer Straße. Erst danach wird die Umgehung zwischen beiden Brücken vierspurig und auf 900 Metern in Höhe Mauritz in Troglage ausgebaut.

Verbindung zum Schifffahrter Damm wird ausgebaut

Am Coppenrathsweg und an der Dingstiege sind neue Brücken geplant, ehe dort die eigentliche Straße (B 481n) ab Knoten Warendorfer Straße bis zum Schifffahrter Damm entsteht. Heikel wird die Unterführung in Höhe der Bahn-Hauptstrecke. Weil für den Straßenausbau viele Bäume weichen müssen, wird in Mariendorf/Sudmühlenstraße eine rund 50 Hektar große Ausgleichsfläche mit Hecken, Gehölzen und Teichen angelegt.

Bei der Bürgerversammlung war die noch anhängige Klage gegen den Ausbau vor dem Oberverwaltungsgericht kaum ein Thema. Ransmann zeigte sich optimistisch: „Wir rechnen nicht mit Bauverzögerungen.“

Problematischer ist der Schulweg entlang von Dingstiege, Mondstraße und Coppenrathsweg zum Gymnasium St. Mauritz. Besonders morgens sind Schüler jetzt in der dunklen Jahreszeit durch den regen Baustellenverkehr gefährdet. Der Landesbetrieb prüft, ob dort zusätzliche Sicherungsposten aufpassen sollen.

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