Großbaustelle Umgehungsstraße Mit Doppelschicht gegen Zeitverzug beim B-51-Ausbau

Münster -

Mit einer Doppelschicht soll der Zeitverzug beim Ausbau der B 51 aufgeholt werden. Der Plan: Nächstes Jahr soll an der Wolbecker Straße eine provisorische Brücke über die Umgehungsstraße fertig sein. Bis dahin wird es an der Baustelle voraussichtlich noch zu einigen gefährlichen Situationen kommen.

Von Helmut P. Etzkorn
Die Betonschutzwände für die 150 Meter langen Auffahrrampen von der Wolbecker Straße auf die Umgehungsstraße B 51 werden jetzt parallel hochgezogen
Die Betonschutzwände für die 150 Meter langen Auffahrrampen von der Wolbecker Straße auf die Umgehungsstraße B 51 werden jetzt parallel hochgezogen Foto: hpe

Regen im Frühjahr und eine lange Suche nach Bombenblindgängern haben den Zeitplan an der Großbaustelle Umgehung/Wolbecker Straße aus dem Takt gebracht. Die verlorenen Monate werden jetzt mit einer Doppelschicht im Eiltempo nachgeholt.

„Wir gießen die Stahlbetonstützwände für die Zufahrtsrampen von der B 51 auf die Wolbecker zeitgleich, bis Juni 2017 wird alles fertig sein“, so Bauleiter Guntram Meyer vom Landesbetrieb Straßen NRW .

Immer wieder gefährliche Situationen

Aktuell kommt es an der sehr kurzen Zufahrt von der Wolbecker auf die Umgehung in Richtung Autobahn immer wieder zu gefährlichen Situationen, obwohl das Tempo dort wegen der praktisch fehlenden Einfädelspur auf 30 km/h reduziert wurde.

Wenn die neuen Auffahrten dann gegossen sind, ist die erste Etappe geschafft. Schon im November wird man von dem inzwischen fertig gestellten Regenrückhaltebecken am Stehrweg nichts mehr sehen. Aktuell werden die noch überirdisch sichtbaren Köpfe der Bohrpfähle abgeschnitten, dann kommen eine Rasenschicht und Gittersteine über den 2,5 Millionen Euro teuren „Pool“ im Boden. Mit Ende dieser Arbeiten dürfte es auch für die baulärmgeplagten Anwohner dort wieder ruhiger werden, so Meyer.

Alte Brücke wird nächstes Jahr abgerissen

Ein paar Meter weiter allerdings beginnt in den nächsten Wochen der Bau für die provisorische Brücke Wolbecker Straße über die Umgehung, 2017 wird dann die alte Brücke abgerissen. Ebenfalls vergeben hat der Landesbetrieb jetzt den Brückenneubau Warendorfer Straße über die Umgehung. Zunächst wird eine Hälfte gebaut, über die dann der gesamte Verkehr jeweils einspurig fließt, dann wird das alte Bauwerk abgebrochen.

Weil auch die parallel laufende Bahnbrücke (Regionalbahn Richtung Warendorf) betroffen ist und Sperrungen im Zugverkehr unvermeidlich sind, wird diese Baustelle ab Sommer 2017 „etwas kompliziert“, so Meyer. Mitte 2018 soll an der Warendorfer Straße alles fertig sein, so zumindest der aktuelle Bauzeitenplan.

Für den Neubau der Umgehung in Richtung Schifffahrter Damm beginnen noch im Herbst die Fundament-Arbeiten an zwei neuen Brücken über den Coppenrathsweg und die Dingstiege. Insgesamt soll es noch sieben Jahren dauern, bis die Umgehungsstraße ausgebaut und erweitert ist.

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