Umgehungsstraßen-Ausbau Neues Kleingärtnerglück

Münster -

In der Kleingartenanlage Damaschke an der Umgehung stehen die ersten neuen Lauben. Ein Teil der Anlage musste wegen des Straßenausbaus aufgegeben werden. Jetzt gibt es Ersatzflächen.

Von Helmut P. Etzkorn
Umgehungsstraßen-Ausbau : Neues Kleingärtnerglück

Der Anblick ist noch ziemlich trostlos und man mag kaum glauben, dass hier mal eine grüne Oase entstehen wird: Die ersten sieben von insgesamt 16 neuen Lauben stehen jetzt auf der Ersatzfläche an der Kleingartenanlage Damaschke zwischen Wolbecker Straße und Umgehung . Wegen des Ausbaus der B 51 musste der Verein einen Teil seiner Anlage aufgeben, weil dort der Zubringer von der Wolbecker Straße auf die verbreiterte Umgehung hinkommt.

Als Ausgleich gibt es nicht nur neue Flächen, sondern auch fertige Hütten mit Strom- und Wasseranschluss von Stadt und Land. Die sieben bezugsfertigen Parzellen kosten rund 230.000 Euro.

Die Größe der Laube orientiert sich am Paragrafen 3, Absatz 2, Satz 1 des Bundeskleingartengesetzes und darf einschließlich überdachtem Freisitz höchstens 24 Quadratmeter betragen. „Diese Vorgaben halten wir exakt ein“, sagt Horst Stronk , Vorsitzender des rund 5700 Mitglieder starken Stadt- und Bezirksverbandes der Kleingärtner.

Die Lauben stehen, und jetzt gab es einen Ortstermin mit Damaschke-Chef Walter Krüger (r.) und Horst Stronk vom Bezirksverband. Foto: hpe

Mit dem Bau der Hütten geht eine zweijährige Geduldsprobe dem Ende entgegen. Schon 2014 mussten viele Damaschke-Gärtner ihr Areal verlassen. Die alten, liebevoll in Eigenarbeit errichteten Lauben wurden abgerissen, die Grünanlagen gerodet. Weil sich der Beginn der Straßenbauarbeiten verzögerte, konnte nicht mit der Erweiterung gestartet werden.

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Nun aber stehen die neuen Häuser, und spätestens im Herbst soll die Begrünung der jeweils rund 300 Quadratmeter großen Parzellen beginnen. Jeder Kleingärtner kann sich sechs Obstbäume und sechs Beerensträucher auswählen. Alles Weitere an Grüngestaltung ist der eigenen Kreativität überlassen.

„In zwei bis drei Jahren wird alles fertig sein“, sagt Stronk. Der Verband hat eine Warteliste mit Interessenten. Nicht alle, die in Damaschke ihre Gärten aufgeben müssen, werden aber wieder einziehen. „Viele haben aus Altersgründen aufgegeben“, so der Damaschke-Vorsitzende Walter Krüger . Der zweite Erweiterungs-Bauabschnitt mit neun Lauben erfolgt erst, wenn die B 51 verbreitert ist.

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