Regenrückhaltebecken kostet 2,5 Millionen Euro Der „Pool“ an der B  51 ist fast fertig

Münster -

Die neue Umgehungsstraße soll in einem Trog durch Mauritz geführt werden. Um das Oberflächenwasser aufzufangen, wird deshalb derzeit ein riesiges Regenrückhaltebecken gebaut. Es 82 Meter lang, zehn Meter tief und kostet 2,5 Millionen Euro.

Von Helmut P. Etzkorn
Bauleiter Guntram Meyer vom Landesbetrieb Straßenbau NRW blickt in die Großbaustelle an der B 51. Weil die ausgebaute Umgehungsstraße zwei Meter tief in eine Troglage kommt, muss das Oberflächenwasser durch ein spezielles Bauwerk aufgefangen werden.
Bauleiter Guntram Meyer vom Landesbetrieb Straßenbau NRW blickt in die Großbaustelle an der B 51. Weil die ausgebaute Umgehungsstraße zwei Meter tief in eine Troglage kommt, muss das Oberflächenwasser durch ein spezielles Bauwerk aufgefangen werden. Foto: hpe

Münsters größter „Pool“ liegt aktuell neben der Umgehungsstraße B 51 kurz hinter der Brücke Wolbecker Straße. Auf dem Areal, wo später einmal die ausgebaute Umgehungsstraße verlaufen wird, haben Bauarbeiter in den vergangenen Wochen 150 Betonpfähle als Spundwände für das 82 Meter lange und zehn Meter tiefe Regenrückhaltebecken in den Untergrund gerammt. Besonders für die Anwohner am benachbarten Stehrweg eine Dauerlärmbelastung, die jetzt aber endet.

Die große Erdwanne wird einmal das Regenrückhaltebecken für die ausgebaute B 51 sein, die in Höhe Mauritz/Zufahrt Wolbecker Straße in eine zwei Meter tiefe Troglage abgesenkt wird. „Bei Regen wird sich dort zwangsläufig viel Wasser sammeln, und das muss in dem Becken aufgefangen werden“, so Bauleiter Guntram Meyer vom Landesbetrieb Straßenbau NRW . Das Becken wird in den kommenden Wochen noch mit einer Druckrohrleitung verbunden, die dann entlang der B 51 bis zum Lohausbach führen wird. Wenn die Betonsole fixiert und die Wände des Beckens ebenfalls betoniert sind, kommt über den „Pool“ ein Deckel. Der gesamte Komplex wird dann von oben begrünt und nur zwei große Revisionsklappen erinnern dann noch an das unterirdische Bassin.

Brücke an der Wolbecker Straße soll 2017 abgerissen werden

Insgesamt kostet der Bau des Regenrückhaltebeckens rund 2,5 Millionen Euro und ist der Startschuss für den Ausbau der Umgehungsstraße. Bereits begonnen haben gleich nebenan die Erdarbeiten für die beiden neuen Zufahrtsrampen von der Wolbecker Straße auf die Umgehung, zeitgleich wird der Neubau der Brücke Wolbecker Straße über die B 51 ausgeschrieben. Meyer rechnet noch in diesem Jahr mit der Fertigstellung der Zufahrtsrampen, anschließend wird die Behelfsbrücke gebaut. Erst wenn sie im kommenden Jahr für den Verkehr auf der Wolbecker Straße freigegeben ist, kann die alte Straßenbrücke abgerissen werden.

Steht dann das neue und längere Brückenbauwerk, wird mit der eigentlichen Verbreiterung der Bundesstraße begonnen. Auch die Straßen- und Eisenbahnbrücke Warendorfer Straße über die Umgehung wird weichen müssen. Meyer rechnet noch in diesem Jahr mit der Ausschreibung des Projektes. Im Baustellenbereich gilt weiterhin Tempo 50 statt Tempo 70. Für die Anwohner am Stehrweg wird es ruhiger, die Erdarbeiten sind fast beendet.

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