Kommentar Neue Wege in der Schulpolitik: Aus der Elternperspektive

Eines steht nach der Premiere der neuen Schulminis terin Yvonne Gebauer fest: Es kommt noch einmal einige Unruhe auf Schüler, Eltern und Lehrer in NRW zu. 

Von Hilmar Riemenschneider
Kommentar : Neue Wege in der Schulpolitik: Aus der Elternperspektive
Für 2139 Lehrerstellen gibt es bislang kein Personal. Foto: colourbox.de

Das muss indes keine schlechte Nachricht sein, es ist aber ihr Job, die anstehenden Veränderungen in verkraftbarem Ausmaß zu halten. Dass ihr diese Aufgabe verbunden mit dem Krisenmanagement angesichts des Lehrkräftemangels Respekt und vor allem viel Energie abverlangt, lässt die Ministerin zum Start des Schuljahres durchscheinen. Trotz aller großen Vorhaben vermeidet sie es, zu schnell zu viel umsetzen zu wollen. Und setzt dennoch erste Akzente, die aufmerken lassen.

Wenn etwa die Abkehr vom Turbo-Abitur zurück zu G9 ab 2019 einem breiten Bedürfnis der Eltern entspricht, dann geht Gebauer den konsequenten Schritt weiter und schließt die 2018 wechselnden Schüler ein. Sie gibt damit einen pragmatischen Kurs vor, während die derzeitigen Gymnasiasten in Ruhe weiterlernen können.

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Schulpolitik aus Elternperspektive – es wird spannend, wie die Ministerin die gestaltet. Beim gemeinsamen Unterricht von Kindern mit und ohne Behinderung signalisiert sie, dass ihr bei aller Entschlossenheit für einen stärker gelenkten Prozess das Augenmaß wichtig ist: Erst Fakten sammeln, dann entscheiden. Dass ein Überblick über die Praxis fehlt, lässt erahnen, wie groß die Baustellen sind.

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