Kommentar Teilausbau der Bahnstrecke Münster - Lünen: Das wurde aber auch Zeit

Endlich das Go aus Berlin. Die Zusage für den Teilausbau der Bahnstrecke zwischen Münster und Lünen war überfällig. Viele Jahre lang haben Bund, Bahn und Land um das Projekt gerungen. Oft mit-, mitunter auch gegeneinander.

Von Elmar Ries
Kommentar : Teilausbau der Bahnstrecke Münster - Lünen: Das wurde aber auch Zeit
Das Bahn-Nadelöhr des Münsterlandes: Die Strecke von Münster nach Lünen. Foto: Jürgen Peperhowe

Erschwerend hinzu kam: Alle Berechnungen hatten dem ursprünglich geplanten Vollausbau einen zu geringen volkswirtschaftlichen Nutzen attestiert. Das bremste natürlich bei der Deutschen Bahn die Bereitschaft, Millionen und Abermillionen auszugeben.

Vor dieser Kulisse war das Bekenntnis des Bundes überraschend. Es gibt dem Projekt einen neuen, bitternötigen Impuls. Den muss nun die neue NRW-Landesregierung aufnehmen und zügig Planungsrecht schaffen. Egal ob Schiene oder ­Straße: Die Umsetzung von Verkehrsinfrastrukturprojekten dauert in der Regel zu lange.

Bei Münster - Lünen drängt die Zeit. Erstens, weil das durch den Güter-, Fern- und Nahverkehr chronisch verstopfte Nadelöhr zur überregional wichtigen Trasse Hamburg - Dortmund gehört, der Ausbau somit auch national von Belang ist.

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Zweitens, weil die Strecke auch regional relevant ist, da das boomende Münster und das wirtschaftsstarke Münsterland nur über eine (teil-)ausgebaute Münster-Lünen-Verbindung künftig richtig an den Rhein-Ruhr-Express und damit ei­nes der modernsten Verkehrssysteme angeschlossen sein werden. 

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